Deutsche Tageszeitung - Trump entzieht Wahlrivalin Kamala Harris Personenschutz durch Secret Service

Trump entzieht Wahlrivalin Kamala Harris Personenschutz durch Secret Service


Trump entzieht Wahlrivalin Kamala Harris Personenschutz durch Secret Service
Trump entzieht Wahlrivalin Kamala Harris Personenschutz durch Secret Service / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump entzieht seiner Wahlrivalin Kamala Harris den Personenschutz durch den Secret Service. Das bestätigten am Freitag das Weiße Haus und das Umfeld der Ex-Vizepräsidentin und früheren Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar mehreren Persönlichkeiten, die er als Gegner betrachtet, den Personenschutz entzogen, darunter seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton.

Textgröße ändern:

Kamala Harris hatte nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt der Vizepräsidentin im Januar Anrecht auf sechs weitere Monate Personenschutz durch den Secret Service, wie der US-Nachrichtensender CNN am Freitag berichtete. Der Personenschutz wäre damit am 21. Juli ausgelaufen. Trumps Vorgänger Joe Biden hatte diese Frist aber verlängert, wie CNN berichtete. Trump beendete diese Verlängerung nun.

Harris war unter Biden zwischen 2021 und Anfang 2025 Vizepräsidentin der USA. Im vergangenen Herbst trat sie als Kandidatin der Demokratischen Partei bei der Präsidentschaftswahl an, unterlag aber dem früheren Präsidenten Trump von der Republikanischen Partei.

Ihr Büro erklärte am Freitag gegenüber AFP, Harris danke dem Secret Service für seine Professionalität und seinen Einsatz. Der Secret Service ist für den Schutz des US-Präsidenten, des Vizepräsidenten oder der Vizepräsidentin und weiterer wichtiger Persönlichkeiten verantwortlich. Ex-Präsidenten genießen lebenslangen Schutz.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese: "Drohnenvorfall in Leipzig "Spitze des Eisbergs"

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hat die Entscheidung der Bundesregierung, Russland für den Drohnen-Vorfall von Leipzig verantwortlich zu machen, gerechtfertigt. "Der Schritt ist konsequent, er ist richtig", sagte Wiese am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn sich die Bundesregierung und die Sicherheitsbehörden zu diesem Schritt entschieden, lägen belastbare Informationen vor.

Grüne kritisieren deutsche Reaktion auf russische Attacke als unzureichend

Die Grünen haben die Reaktion der Bundesregierung auf die Russland zugeschriebene Drohnen-Attacke am Leipziger Flughafen als unzureichend kritisiert. "Die Bundesregierung muss mehr tun, um die Bürger gegen das immer aggressivere Vorgehen Russlands besser schützen", erklärten die Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann am Mittwoch in Berlin. Die Regierung hatte deswegen am Dienstagabend Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt.

Klingbeil verpasst wegen Flugzeugpanne Kabinettssitzung zur Steuerreform

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hängt wegen einer Flugzeugpanne in den USA fest. Wie das Bundesfinanzministerium am Mittwochmorgen mitteilte, kann Klingbeil deswegen nicht wie geplant vor Ort in Berlin an den Kabinettsberatungen zur Einkommensteuerreform teilnehmen. Sein in der Bundeshauptstadt dazu geplantes Statement wurde am Morgen abgesagt, es soll nun stattdessen um 12.15 Uhr in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina stattfinden.

Vorwurf der "Kollaboration": Hongkonger Aktivist Wong bekennt sich in Prozess schuldig

Der inhaftierte Hongkonger Demokratieaktivist Joshua Wong hat sich in einem weiteren gegen ihn angestrengten Prozess der "Kollaboration mit ausländischen Kräften" schuldig bekannt. Wong bestätigte am Mittwoch gegenüber dem Richter sein Schuldbekenntnis, wie ein im Gerichtssaal anwesender Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah. Zuvor waren die Anklagepunkte verlesen worden. Dem 29-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Textgröße ändern: