Deutsche Tageszeitung - Weidel: "Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen"

Weidel: "Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen"


Weidel: "Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen"
Weidel: "Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen" / Foto: © AFP/Archiv

Nach den russischen Luftraumverletzungen in mehreren Nato-Staaten in den vergangenen Tagen hat Russlands Präsident Wladimir Putin nun Kritik von ungewöhnlicher Seite erhalten: AfD-Chefin Alice Weidel rief den Kremlchef zur Mäßigung auf. "Ich glaube dass auch Russland dazu aufgerufen ist, sich deeskalierend zu verhalten und nicht noch zusätzlich den Nato-Luftraum zu verletzen und die Luftabwehrsysteme zu testen", sagte Weidel bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin.

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Die Vorsitzende der teils wenig russlandkritischen AfD begründete ihre Worte mit den diplomatischen Bemühungen des US-Präsidenten: "Man sollte die Geduld von Donald Trump nicht auf die Probe stellen. Man sollte ihn auch nicht in seinen Friedensbemühungen das Gesicht verlieren lassen." Luftraumverletzungen durch Russland hätten "absolutes Potenzial zur weiteren Eskalation" und würden "auch das Verhältnis zwischen Russland den USA nach den Friedensbemühungen des US-Amerikanischen Präsidenten nachhaltig beschädigen".

Mit Blick auf die Gespräche Trumps mit Putin über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine fügte Weidel hinzu: "Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen und davon haben wir leider bislang zu wenig gesehen." Weidel, die als Anhängerin Donald Trumps gilt, hatte dessen Treffen mit Putin im August im US-Bundesstaat Alaska im Anschluss als "wichtigen Schritt zur Deeskalation" bezeichnet.

Zuletzt hatte es mehrere Verletzungen des Nato-Luftraums durch Russland gegeben. In der vorvergangenen Woche drangen mindestens 19 russische Drohnen teils hunderte Kilometer weit in den Luftraum des Nato-Mitglieds Polen ein. Polen und seine Verbündeten setzten daraufhin Flugzeuge und andere Mittel gegen die Drohnen ein. Die Drohnen wurden abgeschossen oder stürzten ab. Am Freitag drangen drei russische Kampfflugzeuge in den Nato-Luftraum über Estland ein.

(P.Hansen--DTZ)

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