Deutsche Tageszeitung - Guterres-Nachfolge: IAEA-Chef Grossi wirbt für seine Kandidatur als UN-Generalsekretär

Guterres-Nachfolge: IAEA-Chef Grossi wirbt für seine Kandidatur als UN-Generalsekretär


Guterres-Nachfolge: IAEA-Chef Grossi wirbt für seine Kandidatur als UN-Generalsekretär
Guterres-Nachfolge: IAEA-Chef Grossi wirbt für seine Kandidatur als UN-Generalsekretär / Foto: © AFP

Vor Beginn der UN-Generaldebatte hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, für seine Kandidatur für das Amt des UN-Generalsekretärs geworben. Bei seiner Kandidatur könne er sich auf seine Erfahrungen an der Spitze der IAEA stützen, sagte der Argentinier am Montag der Nachrichtenagentur AFP in New York. Dabei sei er bemüht, in Dialog "mit allen" zu treten und "ein von allen akzeptierter Vermittler" zu sein.

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Grossi hatte schon vor einigen Wochen erklärt, dass er die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres anstrebt. Die zweite Amtszeit des Portugiesen läuft Ende 2026 ab. Die Amtszeiten der UN-Generalsekretäre betragen fünf Jahre, mehr als zwei Amtszeiten sind nicht üblich. Eine offizielle Liste mit Kandidaten für Guterres' Nachfolge gibt es bislang nicht.

Grossi sagte im AFP-Interview auf die Frage nach Unterstützern für seine Kandidatur, es sei "noch zu früh", um dazu etwas zu sagen: "Letztendlich hoffe ich, so viel Unterstützung wie möglich zu bekommen."

Aus Grossis Sicht befindet sich die UNO 80 Jahre nach ihrer Gründung "derzeit in einer komplizierten Lage". Mittlerweile sei "allgemein anerkannt", dass die Vereinten Nationen ihre Kernaufgabe der Sicherung des Weltfriedens nicht mehr erfüllten. "Ich glaube, dass es möglich ist, eine UNO zu haben, die etwas bewirkt", betonte er und fügte hinzu: "Wir müssen uns auf ihre Kernaufgabe konzentrieren."

Zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die am Dienstag beginnt, werden mehr als 140 Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Außenminister erwartet. Am Rande der Debatte dürfte auch die Guterres-Nachfolge ein Thema der Gespräche sein. Grossi leitet die IAEA seit Ende 2019. Als Chef der Atomenergiebehörde ist er unter anderem für die Kontrolle des iranischen Nuklearprogramms verantwortlich.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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