Deutsche Tageszeitung - Trump befürwortet Abschuss russischer Flugzeuge bei Verletzung von Nato-Luftraum

Trump befürwortet Abschuss russischer Flugzeuge bei Verletzung von Nato-Luftraum


Trump befürwortet Abschuss russischer Flugzeuge bei Verletzung von Nato-Luftraum
Trump befürwortet Abschuss russischer Flugzeuge bei Verletzung von Nato-Luftraum / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump befürwortet den Abschuss russischer Flugzeuge, wenn diese den Luftraum eines Nato-Staates verletzen. Auf die Frage eines Reporters, ob er in einem solchen Fall für einen Abschuss sei, antwortete Trump am Dienstag in New York: "Ja, das tue ich." Mehrere europäische Nato-Staaten hatten in den vergangenen Tagen das Eindringen russischer Militärflugzeuge und Drohnen in ihren Luftraum gemeldet.

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Trump äußerte sich bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dabei wich er der Frage aus, ob er glaube, dass der russische Präsident Wladimir Putin trotz der jüngsten Eskalationen zu einem Friedensschluss bereit sei. "Ich werde es Ihnen in etwa einem Monat sagen, okay?" sagte Trump, der sich mit Putin im August in Alaska zu einem Gipfel getroffen hatte.

In Berlin äußerte sich auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu den Verletzungen des Nato-Luftraums durch Russland, er wies Forderungen nach einem Abschuss russischer Flugzeuge zurück. "Leichtfertige Forderungen danach, irgendwas vom Himmel zu holen oder nochmal ein besonderes Zeichen der Stärke zu setzen, helfen gerade am allerwenigsten", sagte Pistorius einem Treffen mit seinem schwedischen Kollegen Pal Jonson in Berlin.

In den vergangenen Tagen hatten Polen, Estland und Rumänien das Eindringen russischer Militärflugzeuge und Drohnen in ihren Luftraum gemeldet. Im estnischen Luftraum hielten sich am vergangenen Freitag laut Behördenangaben zwei russische Kampfflugzeuge 13 Minuten auf, bevor sie von F-35-Jets der italienischen Luftwaffe heraus eskortiert wurden.

In der Nacht zum Dienstag gab es Drohnen-Vorfälle an den Flughäfen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und der norwegischen Hauptstadt Oslo, was jeweils zur Unterbrechung des Flugverkehrs führte. Wer dahinter steckte, blieb zunächst offen. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sprach vom "bislang schwersten Angriff auf die kritische Infrastruktur Dänemarks".

(N.Loginovsky--DTZ)

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