Deutsche Tageszeitung - Trump: Ukraine könnte gesamtes Staatsgebiet von Russland zurückerobern - Selenskyj: "Große Kehrtwende"

Trump: Ukraine könnte gesamtes Staatsgebiet von Russland zurückerobern - Selenskyj: "Große Kehrtwende"


Trump: Ukraine könnte gesamtes Staatsgebiet von Russland zurückerobern - Selenskyj: "Große Kehrtwende"
Trump: Ukraine könnte gesamtes Staatsgebiet von Russland zurückerobern - Selenskyj: "Große Kehrtwende" / Foto: © AFP

Die Ukraine könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump das gesamte von Russland besetzte Gebiet zurückerobern. "Ich denke, dass die Ukraine mit der Unterstützung der Europäischen Union in der Lage ist, zu kämpfen und die gesamte Ukraine in ihrer ursprünglichen Form zurückzugewinnen", erklärte Trump am Dienstag in seiner Onlineplattform Truth Social. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte Trumps Äußerungen als "große Kehrtwende".

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Trump bezeichnete Russland als einen "Papiertiger", der wirtschaftlich in Not sei. Er fügte hinzu, dass die Ukraine nicht nur ihr besetztes Land zurückerobern könnte, sondern "wer weiß, vielleicht sogar noch weiter gehen könnte". Trump äußerte sich nach seinem Treffen mit Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Zum Auftakt des Gesprächs hatte Trump gesagt, er habe "großen Respekt vor dem Kampf der Ukraine. Das ist wirklich beeindruckend." Die positive Äußerung über die Haltung der Ukraine stand in großem Kontrast zum Treffen von Trump und Selenskyj im Februar im Weißen Haus, als der ukrainische Präsident von Trump und seinem Vize JD Vance vor laufender Kamera gedemütigt worden war.

Auch Selenskyj selbst sprach nun auf einer Pressekonferenz von einer "großen Kehrtwende". Er dankte Trump am Dienstag zudem für dessen "persönliche Bemühungen, den Krieg zu beenden", und pflichtete dem US-Präsidenten in der Forderung bei, dass die europäischen Staaten den Import russischen Öls sofort beenden sollten.

"Sie müssen unverzüglich alle Energiekäufe aus Russland einstellen", hatte Trump zuvor in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York gesagt. "Andernfalls verschwenden wir alle viel Zeit." Die Nato-Verbündeten hätten ihren "Verbrauch russischer Energie nicht ausreichend reduziert", kritisierte der US-Präsident.

Die 27 EU-Staaten hatten 2022 nach der russischen Invasion in der Ukraine die meisten Importe von russischem Öl verboten. Ausnahmen gelten aber für die Slowakei und Ungarn, die weiter Öl aus Russland über die Druschba-Pipeline beziehen.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen traf am Dienstag mit Trump in New York zusammen. Sie sei sich mit dem US-Präsidenten einig, dass Russland Einkünfte aus dem Verkauft fossiler Brennstoffe "schnell gekappt" werden müssten. Sie verwies auf die vor kurzem von ihrer Kommission gemachte Vorschläge, die auf ein baldiges Ende aller europäischen Importe von fossilen Energieträgern aus Russland abzielen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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