Deutsche Tageszeitung - USA werfen Nordkorea Blockade von Atomgesprächen vor

USA werfen Nordkorea Blockade von Atomgesprächen vor


USA werfen Nordkorea Blockade von Atomgesprächen vor
USA werfen Nordkorea Blockade von Atomgesprächen vor / Foto: ©

Die USA haben Nordkorea eine Blockade der Atomgespräche vorgeworfen. Pjöngjang müsse aufhören, "nach Hindernissen für Verhandlungen zu suchen" und sich stattdessen engagieren, "solange die Gelegenheit andauert", sagte der US-Sondergesandte für Nordkorea, Stephen Biegun, in einer am Samstag vom US-Außenministerium veröffentlichten Rede.

Textgröße ändern:

Die USA hätten Nordkorea klargemacht, "dass wir bereit sind uns zu engagieren, sobald wir von ihnen hören. Wir sind bereit, aber wir können das nicht allein tun", sagte Biegun. Notwendig sei "eine intensive Serie von Verhandlungen".

Beide Seiten könnten sich "schnell auf bedeutende Aktionen einigen, die unseren jeweiligen Völkern und der Welt zeigen werden, dass die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea einen unumkehrbaren Schritt fort vom Konflikt gemacht haben", sagte der Sonderbeauftragte. Welcher Art diese "bedeutenden Aktionen" sein könnten, erklärte Biegun nicht.

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un waren im Juni 2018 erstmals zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Ein zweites Treffen im Februar wurde ohne Ergebnis abgebrochen. Im Juni trafen sich Trump und Kim noch einmal in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Dabei einigten sie sich auf eine Fortsetzung der Gespräche auf Arbeitsebene, doch diese begannen bis heute nicht.

In den vergangenen Wochen unternahm Pjöngjang eine Reihe von international kritisierten Raketentests.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Drei Tote bei israelischem Angriff auf von Huthis kontrollierte Hafenstadt Hodeida

Einen Tag nach dem Drohnenangriff der Huthi-Miliz auf Tel Aviv hat Israel die von den Rebellen kontrollierte Hafenstadt Hodeida im Jemen bombardiert. Kampfjets hätten "militärische Ziele des Huthi-Terrorregimes im Gebiet des Hafens von Hodeida" ins Visier genommen, teilte die israelische Armee am Samstag mit. Die Angriffe lösten einen Großbrand aus, drei Menschen wurden getötet und 87 weitere verletzt, wie die jemenitische Nachrichtenagentur Saba mit Verweis auf das Gesundheitsministerium berichtete.

Hunderttausende zu Christopher Street Day in Köln erwartet

In Köln werden dieses Jahr zum Christopher Street Day (CSD) am Sonntag (11.30 Uhr) wieder hunderttausende Menschen erwartet. Die Stadt rechnet mit rund 60.000 Teilnehmern und etwa einer Million Zuschauern. Mehr als 200 Gruppen sind für den Demonstrationszug zu Fuß und auf Wagen dabei. Die diesjährige Demonstration steht unter dem Motto "Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark".

Unruhen: USA warnen vor Reisen nach Bangladesch und ziehen Diplomaten ab

Das US-Außenministerium hat angesichts der gewaltsamen Proteste in Bangladesch US-Bürger vor Reisen in das südasiatische Land gewarnt und den Abzug einiger Diplomaten und deren Familien angekündigt. Reisende sollten wegen "anhaltender Unruhen" in der Hauptstadt Dhaka "nicht nach Bangladesch reisen", erklärte das Ministerium in einer Reisewarnung am Samstag. Damit verschärften die USA eine zuvor ausgegebene Reisewarnung, die zu einem Überdenken einer Reise nach Bangladesch geraten hatte.

Trumps erster Wahlkampfauftritt seit Attentat: "Kugel für die Demokratie eingefangen"

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt seit dem auf ihn verübten Attentat Bedenken zurückgewiesen, er sei eine Bedrohung für die Demokratie. "Letzte Woche habe ich mir eine Kugel für die Demokratie eingefangen", sagte Trump vor Anhängern im US-Bundesstaat Michigan am Samstag. "Ich bin ganz und gar kein Extremist", fügte der Ex-Präsident hinzu.

Textgröße ändern: