Deutsche Tageszeitung - Festnahme nach Brandstiftung an Parteibüros von CSU und AfD

Festnahme nach Brandstiftung an Parteibüros von CSU und AfD


Festnahme nach Brandstiftung an Parteibüros von CSU und AfD
Festnahme nach Brandstiftung an Parteibüros von CSU und AfD / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Brandstiftung an der Parteizentrale der CSU in München in der Nacht zu Sonntag hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 20 Jahre alte Mann soll auch für zwei Brandstiftungen an einem Büro der AfD in München wenige Tage vorher verantwortlich sein, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Dem Mann sei der Haftbefehl eröffnet worden, er befindet sich in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Das Feuer an der CSU-Zentrale verursachte einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro, Passanten konnten noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit einem Feuerlöscher den Brand löschen. In den Tagen davor hatte es zweimal in einem AfD-Parteibüro in München-Perlach gebrannt: Beim ersten Feuer am Montag vergangener Woche entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro, beim zweiten Feuer vergangenen Donnerstag ein Schaden in sechsstelliger Höhe. Verletzt wurde jeweils niemand.

Zu einem möglichen Tatmotiv des Festgenommenen machte die Polizei keine Angaben. Der Staatsschutz hatte die Ermittlungen geführt. Es sei frühzeitig ein Zusammenhang der drei Brände geprüft worden. Der 20-Jährige sei in der Nähe seiner Münchner Wohnung gefasst worden.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Russischer Außenminister Lawrow reist in den Iran

Zum ersten Mal seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar wird der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Teheran erwartet. Angesichts der ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sei Lawrows Besuch darauf ausgerichtet, "die Rückkehr zu einem großen Krieg zu verhindern", erklärte das Außenministerium in Moskau am Sonntag.

Brasilien: Lula und Bolsonaro überziehen sich im TV-Duell mit Vorwürfen

Eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien haben sich der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro eine teils chaotische TV-Debatte geliefert. Beide Politiker überzogen sich in dem Duell des Fernsehsenders Band am Sonntag gegenseitig mit Vorwürfen und Beleidigungen und warfen einander vor, korrupt zu sein.

Juso-Chef Türmer verteidigt Rot-Grün-Rot in Berlin auch gegen Kritik aus der SPD

Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer hat ein mögliches Bündnis von Linken, Grünen und SPD in Berlin gegen Kritik auch aus Reihen der Sozialdemokraten verteidigt. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hätten die Berlinerinnen und Berliner klar gemacht, dass sie sich einen Politikwechsel wünschen, sagte der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Er sehe da eine Chance für Berlin.

SPD-Fraktionschef Miersch zweifelt an Berliner Koalition mit der Linken

In der schwarz-roten Koalition wächst die Kritik an einem möglichen Regierungsbündnis unter Führung der Linkspartei in der Hauptstadt. "Ich habe noch erhebliche Zweifel", sagte der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Vor allem Teile der Berliner Linken hätten aus seiner Sicht Fragen zum Umgang mit Antisemitismus und Clan-Kriminalität nicht ausreichend geklärt. Die SPD trage eine große Verantwortung und müsse sich genau überlegen, mit wem sie zusammenarbeite.

Textgröße ändern: