Deutsche Tageszeitung - Trump: Giorgia Meloni ist "eine Quelle der Inspiration für alle"

Trump: Giorgia Meloni ist "eine Quelle der Inspiration für alle"


Trump: Giorgia Meloni ist "eine Quelle der Inspiration für alle"
Trump: Giorgia Meloni ist "eine Quelle der Inspiration für alle" / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Lob für Italiens rechtspopulistische Regierungschefin Giorgia Meloni noch einmal nachgelegt. Meloni leiste "unglaubliche Arbeit für das wunderbare italienische Volk" und sei "eine Quelle der Inspiration für alle", schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Zugleich machte Trump Werbung für das kürzlich auf Englisch übersetzte Buch von Meloni.

Textgröße ändern:

Trump macht aus seiner Begeisterung für die 48-jährige Meloni keinen Hehl. Am Montag hatte der 79-Jährige bei einem Nahost-Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el-Scheich vor den versammelten Staats- und Regierungschefs das Aussehen von Meloni als einziger Frau unter den Anwesenden gelobt. "Sie ist eine schöne junge Frau", sagte Trump bei seiner Rede, bei der das eigentliche Thema eine Friedenslösung für den Nahen Osten war.

Eigentlich dürfe er so etwas gar nicht sagen, weil solche Äußerungen normalerweise das Ende einer politischen Karriere bedeuteten, er gehe das Risiko aber trotzdem ein, sagte Trump inmitten seiner Rede über die Friedensbemühungen im Nahen Osten. Dann drehte er sich zu der hinter ihm stehenden italienischen Ministerpräsidentin um und sprach sie direkt an: "Es macht Ihnen nichts aus, wenn man Sie schön nennt, stimmt's? Denn Sie sind es."

Anschließend fügte der US-Präsident noch hinzu, die ihm politisch nahestehende rechtspopulistische Regierungschefin sei "unglaublich": "Und sie respektieren sie wirklich in Italien. Sie ist eine sehr erfolgreiche Politikerin." Meloni war die einzige Frau unter den rund 30 zu dem Gipfeltreffen in dem ägyptischen Badeort versammelten Staats- und Regierungschefs.

Trump war in der Vergangenheit immer wieder mit sexistischen Äußerungen aufgefallen. Berühmt wurde sein von einem Mikrofon aufgezeichneter Spruch, sein Promi-Status erlaube es ihm, Frauen ohne zu fragen zwischen die Beine zu fassen. Ein New Yorker Gericht verurteilte Trump im vergangenen Jahr wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung der Autorin E. Jean Carroll zu Schadenersatz und Schmerzensgeld in Millionenhöhe.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

CDU und SPD in Rheinland-Pfalz nehmen Koalitionsverhandlungen auf

Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich CDU und SPD auf die Aufnahme von Koalitionsgesprächen geeinigt. Ein gemeinsam erarbeitetes Sondierungspapier werde dabei als "Fundament" dienen, sagte CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder am Mittwoch bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem noch amtierenden Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) vor Journalisten in Mainz. CDU und SPD würden nun in den kommenden Tagen und Wochen "weiterverhandeln".

Linken-Politiker Pellmann: Deutschland muss alle US-Stützpunkte schließen

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hat nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran drastische Schritte der Bundesregierung gefordert. Es müssten "jetzt dringender denn je alle US-Militärstützpunkte in Deutschland geschlossen werden", sagte Pellmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Trump führt seinen Krieg auch von deutschem Boden aus. Wer das nach dieser Eskalation weiter zulässt, trägt bewusst Mitverantwortung für die Folgen."

Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei

Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. "Wir sind erleichtert, dass diese US‑Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen", erklärte Rubio am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf Kittleson. Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah, ihre Freilassung angekündigt.

Zahl der von Armut bedrohten Mieter weiter angestiegen

Die Zahl der von Armut bedrohten Mieterinnen und Mieter ist weiter angestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das BSW erfragte und die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Demnach stieg die Armutsquote von Mieterinnen und Mietern von 22,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 23,6 Prozent im Jahr 2026 an. 2024 hatte sie noch bei 20,4 Prozent gelegen.

Textgröße ändern: