Deutsche Tageszeitung - Pistorius betont Rolle Kanadas und Großbritanniens in Arktis und Atlantik

Pistorius betont Rolle Kanadas und Großbritanniens in Arktis und Atlantik


Pistorius betont Rolle Kanadas und Großbritanniens in Arktis und Atlantik
Pistorius betont Rolle Kanadas und Großbritanniens in Arktis und Atlantik / Foto: © AFP/Archiv

Vor seiner Reise nach Island, Kanada und Großbritannien hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Nato-Verbündeten im Norden betont. "In der Arktis und im Nordatlantik verlaufen wichtige Handelsrouten und Kommunikationslinien", sagte Pistorius der "Bild am Sonntag". "Diese müssen wir schützen. Heute mehr denn je. Denn Putin fordert unsere Sicherheit auch dort heraus. Er remilitarisiert die Arktis", sagte er mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

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Pistorius startet am Sonntag zu einer fünftägigen Reise nach Island, Kanada und Großbritannien. In den drei Nato-Staaten will Pistorius Gespräche unter anderem über die sicherheitspolitische Zusammenarbeit, die Kooperation der Streitkräfte und die Zusammenarbeit im Rüstungsbereich führen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Weitere Themen werden den Angaben zufolge die "maritime Sicherheit" im Nordatlantik und in der arktischen Region sein.

Zu erwarten ist, dass auch die weitere westliche Unterstützung für die Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland ein Thema von Pistorius' Reise sein wird. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine bis auf Weiteres abgelehnt.

Vor Beginn der Reise betonte Pistorius die Gefahr durch Russland im Nordsee- und Atlantikraum. "Die russische Nordflotte ist eine potenzielle Gefahr für Kommunikations- und Transportwege zwischen den Nato-Alliierten", sagte er. Mit nuklear bewaffneten U-Booten könne Moskau Ziele in Europa erreichen, warnte Pistorius.

"Dieser potenziellen Bedrohung setzen wir eine starke maritime Sicherheitspartnerschaft entgegen, zu der auch Kanada gehört", sagte Pistorius. "Es gibt viele Möglichkeiten, künftig noch enger zu kooperieren. Durch gemeinsame Lagebilder, gemeinsame Übungen unserer Soldatinnen und Soldaten und durch gemeinsame Rüstungsprojekte mit gemeinsamer Wartung und Logistik."

(S.A.Dudajev--DTZ)

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