Deutsche Tageszeitung - Russland testet neuartige Unterwasserdrohne "Poseidon"

Russland testet neuartige Unterwasserdrohne "Poseidon"


Russland testet neuartige Unterwasserdrohne "Poseidon"
Russland testet neuartige Unterwasserdrohne "Poseidon" / Foto: © POOL/AFP

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat Russland nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin eine neuartige Waffe getestet. Putin sagte am Mittwoch beim Besuch eines Militärkrankenhauses in Moskau, das Militär habe am Tag zuvor die mit einem Atomantrieb versehene Unterwasserdrohne "Poseidon" getestet. Es gebe "keine Möglichkeit", die Drohne abzufangen, die schneller als herkömmliche U-Boote sei und jeden Kontinent der Welt erreichen könne, sagte Putin.

Textgröße ändern:

Die Unterwasserdrohne könne in einer Tiefe von einem Kilometer und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Knoten unterwegs sein, zitierte die Nachrichtenagentur Tass einen Vertreter aus dem russischen Militär-Industrie-Komplex. Sie wurde demnach erstmals 2018 getestet und kann mit einem nuklearen Sprengkopf bestückt werden.

Am Sonntag hatte der Kremlchef den Abschluss von Tests mit nuklear angetriebenen Marschflugkörpern vom Typ Burewestnik verkündet. Die Marschflugkörper verfügen laut Putin über eine "unbegrenzte Reichweite". US-Präsident Donald Trump hatte die Tests als "nicht angemessen" bezeichnet. "Er sollte den Krieg (in der Ukraine) beenden", sagte er. "Das sollte er tun, anstatt Raketen zu testen."

Der US-Präsident hatte zuletzt ein geplantes Treffen mit Putin in Budapest abgesagt. In der vergangenen Woche verhängte Washington Sanktionen gegen die beiden größten russischen Erdöl-Konzerne Lukoil und Rosneft. Trump hatte die Sanktionen mit ausbleibenden Fortschritten bei den Bemühungen um Ukraine-Friedensgespräche mit Russland begründet.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Heftigste israelische Luftangriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut seit Kriegsbeginn

Libanons Hauptstadt Beirut ist am Tag der Waffenruhe-Einigung zwischen den USA und dem Iran von den heftigsten israelischen Angriffe seit dem Kriegseintritt der pro-iranischen Hisbollah erschüttert worden. Libanons Regierungschef Nawaf Salam erklärte den Donnerstag nach den Angriffen mit mehr als 200 Toten zum nationalen Trauertag. Laut US-Präsident Donald Trump erstreckt sich die mit Teheran ausgehandelte Feuerpause nicht auf den Libanon. International wurden die Angriffe scharf verurteilt, die Hisbollah feuerte derweil erneut Raketen auf Israel.

Preise an den Zapfsäulen sinken leicht

Die Preise an den deutschen Tankstellen sind zuletzt etwas gesunken: Am Mittwoch kostete ein Liter Super E10 im Tagesdurchschnitt 2,155 Euro und damit 3,3 Cent weniger als am Vortag, wie der ADAC in München mitteilte. Diesel verbilligte sich um 2,8 Cent auf 2,419 Euro pro Liter.

Kartellamtspräsident pocht auf schnell sinkende Spritpreise

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, pocht angesichts des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran und der gesunkenen Rohölpreise auf schnelle Preisrückgänge an den Zapfsäulen in Deutschland. "Sinkende Rohölpreise sind ein klares Signal - und sie sollten sich auch zeitnah an der Zapfsäule widerspiegeln", sagte Mundt dem "Handelsblatt".

Frankreich bezeichnet Irans Maut für Straße von Hormus als "inakzeptabel"

Frankeich hat die mögliche dauerhafte Erhebung einer Durchfahrtsgebühr für die Straße von Hormus abgelehnt. "Das ist inakzeptabel, weil die freie Schifffahrt in internationalen Gewässern ein Gemeingut ist, das nicht behindert oder mit Gebühren belegt werden darf", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Sender France Inter.

Textgröße ändern: