Deutsche Tageszeitung - Spanien sagt Ukraine Militärhilfen im Wert von 615 Millionen Dollar zu

Spanien sagt Ukraine Militärhilfen im Wert von 615 Millionen Dollar zu


Spanien sagt Ukraine Militärhilfen im Wert von 615 Millionen Dollar zu
Spanien sagt Ukraine Militärhilfen im Wert von 615 Millionen Dollar zu / Foto: © LA MONCLOA/AFP

Spanien wird der Ukraine ein neues Hilfspaket im Wert von 615 Millionen Euro für ihren Verteidigungskrieg gegen Russland zur Verfügung stellen. Rund 300 Millionen Euro des Pakets seien für "neue Verteidigungsausrüstung" vorgesehen, sagte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez am Dienstag bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Madrid. "Euer Kampf ist unserer", sagte der spanische Regierungschef.

Textgröße ändern:

Der "Neo-Imperialismus" des russischen Präsidenten Wladimir Putin versuche, "das Projekt Europa und alles, wofür es steht", zu schwächen, betonte Sánchez.

215 Millionen Euro aus dem Hilfspaket sollen der Produktion von Drohnenabwehrsystemen, Überwachungsradaren und Aufklärungsgeräten zugute kommen. Vieles davon soll von spanischen Firmen entwickelt werden. Die spanischen Ukraine-Hilfen werden vom neuen EU-Verteidigungsfonds Safe unterstützt.

Außerdem werden 100 Millionen Euro an eine von der Nato geleitete Initiative überwiesen, welche die Ukraine mit Luftabwehrsystemen versorgt. Im Rahmen der sogenannten Priorisierten Anforderungsliste für die Ukraine (Purl) kaufen europäische Verbündete und Kanada Waffen aus den USA für die Ukraine.

Am Montag hatten bereits Selenskyj und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 100 Rafale-Kampfjets durch die Ukraine unterzeichnet. Das Rüstungsgeschäft soll sich über rund zehn Jahre erstrecken.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro darf seinen Vater, den verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, wieder im Hausarrest besuchen - solange er ihn nicht in den Wahlkampf einbezieht. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens genehmigte am Montag eine Wiederaufnahme der Besuche. Wie aus dem Urteil hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, dürfen die Besuche aber keinem "politischen oder wahlbezogenen Zweck" dienen.

Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt

Nach einem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen hat Regierungschef Donald Tusk die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekanntgegeben. Die deutsche Polizei habe die beiden türkischen Staatsbürger im Auftrag der polnischen Behörden festgenommen, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Sie stehen demnach im Verdacht, die Starlink-Station in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. Tusk sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dieser habe Merz über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, erklärte das Kanzleramt. Der Bundeskanzler bekräftigte demnach "die Solidarität Deutschlands mit den Ukrainerinnen und Ukrainern".

Textgröße ändern: