Deutsche Tageszeitung - Polizei: 25.000 Menschen bei Protesten gegen AfD Jugend in Gießen

Polizei: 25.000 Menschen bei Protesten gegen AfD Jugend in Gießen


Polizei: 25.000 Menschen bei Protesten gegen AfD Jugend in Gießen
Polizei: 25.000 Menschen bei Protesten gegen AfD Jugend in Gießen / Foto: © AFP

An den Protesten gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation haben sich nach Angaben der Polizei rund 25.000 Menschen beteiligt. Mehrere Beamte seien bei Einsätzen rund um die Veranstaltung leicht verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Genaue Zahlen könnten wegen des laufenden Einsatzes noch nicht genannt werden. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte zuvor vor zehn leicht verletzten Polizisten gesprochen.

Textgröße ändern:

In weiten Teilen verliefen die Kundgebungen gegen Rechtsextremismus, zu denen zahlreiche Organisationen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, friedlich. Seit den frühen Morgenstunden hatte ein Teil der Demonstranten aber versucht, die Zufahrten zur Messehalle in Gießen, wo die Veranstaltung der AfD Jugend stattfand, zu blockieren. Der Gründungskongress konnte deshalb erst mit gut zweistündiger Verspätung beginnen.

Vereinzelt sei es zu Flaschen- und Steinwürfen auf Beamte gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Aus einer Gruppe von 1500 Demonstranten sei auch mit Leuchtstoffmunition auf Polizeikräfte geschossen worden. Bei der Auflösung von Blockaden auf Zufahrtsstraßen setzte die Polizei teilweise Pfefferspray und Wasserwerfer ein.

Einige Demonstranten versuchten am Nachmittag zu der auf dem Westufer in Gießen liegenden Messehalle vorzudringen. Die Polizei drängte sie mithilfe eines Wasserwerfers zurück.

Hessens Innenminister Poseck verurteilte Übergriffe gegen die Beamten scharf. "Es ist eine Schande, dass diejenigen, die für Demokratie und Rechtsstaat im Einsatz sind, von vermeintlichen Fürsprechern der Demokratie angegriffen werden", erklärte er. Verantwortliche für Gewalt erwiesen "dem berechtigten Anliegen von Vielen, die Demokratie gegenüber Extremisten zu verteidigen, einen absoluten Bärendienst".

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Interview: Macron hält weiter an deutsch-französischem Kampfjet FCAS fest

Trotz der Gerüchte über ein Ende des geplanten deutsch-französischen Kampfjets FCAS hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sein Festhalten an dem Vorhaben bekräftigt. "FCAS ist der Jet der Zukunft. Wir brauchen ein solches Flugzeug", sagte Macron in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Er habe mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) "nicht über ein Ende des Projekts gesprochen", fügte er hinzu.

Interview: Macron will "Dialog mit Russland wieder aufnehmen"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will erneut das Gespräch mit Russland suchen. "Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen", sagte Macron in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Dafür brauche es einen "gut organisierten europäischen Ansatz", aber "nicht zu viele Gesprächspartner", fügte er hinzu.

Deutschland verbessert sich in Korruptions-Index - Kritik an "Bürokratieabbau"

Deutschland hat sich im jährlichen Korruptionsindex von Transparency International im globalen Vergleich verbessert - vor allem aber deshalb, weil andere Länder abstiegen. Die Bundesrepublik liegt in dem am Dienstag veröffentlichten Ranking zur Korruptionswahrnehmung 2025 auf Platz 10 von 182 erfassten Staaten. Im Vergleich zum Vorjahr ging es damit um fünf Ränge aufwärts. Auf Platz eins liegt weiterhin Dänemark mit der geringsten wahrgenommen Korruption.

Südkorea: Razzia bei Geheimdienst nach Eindringen von Drohne in Nordkorea

Nach dem Eindringen einer Drohne in Nordkorea Anfang des Jahres haben südkoreanische Ermittler Gebäude des Geheimdienstes des Landes durchsucht. Die Razzien fanden an insgesamt 18 Standpunkten statt und richteten sich gegen drei aktive Soldaten und einen Mitarbeiter des Geheimdienstes, teilte ein gemeinsames Einsatzkommando der Armee und der Polizei am Dienstag mit. Bislang hat die südkoreanische Regierung ihre Beteiligung an dem Vorfall bestritten.

Textgröße ändern: