Deutsche Tageszeitung - Nach Gespräch mit Putin im Kreml: Witkoff trifft ukrainischen Chefunterhändler in Florida

Nach Gespräch mit Putin im Kreml: Witkoff trifft ukrainischen Chefunterhändler in Florida


Nach Gespräch mit Putin im Kreml: Witkoff trifft ukrainischen Chefunterhändler in Florida
Nach Gespräch mit Putin im Kreml: Witkoff trifft ukrainischen Chefunterhändler in Florida / Foto: © AFP

Nach seinem Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau kommt der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Donnerstag im Bundesstaat Florida mit dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow zusammen. An dem Treffen soll auch Jared Kushner teilnehmen, der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, wie die Nachrichtenagentur AFP aus US-Regierungskreisen erfuhr. Trump bescheinigte dem russischen Staatschef Wladimir Putin trotz der bislang ergebnislosen Gespräche den Willen zu einer Friedenslösung in der Ukraine.

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Witkoff und Kushner hatten sich am Dienstag mit Putin im Kreml getroffen, um über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Das mehrere Stunden dauernde Gespräch brachte jedoch keinen Durchbruch.

Dennoch bescheinigte Trump Putin den Willen zu einer Friedenslösung. "Er will den Krieg beenden. Das war ihr Eindruck", sagte Trump am Mittwoch in Washington mit Blick auf die Schlussfolgerungen der beiden US-Gesandten. Der US-Präsident sprach von einem "sehr guten Treffen" zwischen Kushner, Witkoff und Putin in Moskau.

Aus dem Kreml hatte es zuvor geheißen, in den zentralen Territorialfragen sei "noch keine Kompromisslösung" gefunden worden. Russland zeigte sich jedoch zu weiteren Gesprächsrunden mit der US-Regierung bereit. Ein zentrales Thema des Treffens im Kreml war die Zukunft der von Russland besetzten Gebiete der Ukraine, die etwa 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets ausmachen.

Auch über die von der Ukraine angestrebte Nato-Mitgliedschaft sei diskutiert worden, sagte Uschakow am Mittwoch. Dies sei "eine der zentralen Fragen". Russland lehnt einen Beitritt der Ukraine zu dem westlichen Militärbündnis strikt ab. Moskau sieht seine Verhandlungsposition durch die jüngsten Geländegewinne der russischen Truppen in der Ostukraine gestärkt.

Grundlage des Gesprächs am Dienstag im Kreml war der von Trump vorgelegte Ukraine-Plan. Der ursprüngliche Entwurf des Plans, der als sehr Moskau-freundlich galt, war auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten in zentralen Punkten überarbeitet worden.

Umerow und andere ukrainische Vertreter waren bereits am vergangenen Sonntag in Florida mit Witkoff, Kushner und US-Außenminister Marco Rubio zusammengekommen, um über die US-Vorschläge zu beraten.

"Die Ukraine ist zum Dialog bereit", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstag beim Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Er rief auch Russland zur Verhandlungsbereitschaft auf. "Wir unterstützen die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf", betonte der Minister zudem. Der Sanktionsdruck auf Russland werde weiter erhöht. Ziel sei es, die Ukraine in eine "gute Verhandlungsposition" zu bringen.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief dazu auf, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten. Die diplomatischen Bemühungen eröffneten die Möglichkeit, den Krieg zu beenden, sagte er am Mittwochabend in einer Videoansprache. Die Verhandlungsbemühungen müssten aber "unterstützt werden durch Druck auf Russland."

(O.Tatarinov--DTZ)

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