Deutsche Tageszeitung - Ehemalige Wehrbeauftragte Högl ist neue Innensenatorin in Bremen

Ehemalige Wehrbeauftragte Högl ist neue Innensenatorin in Bremen


Ehemalige Wehrbeauftragte Högl ist neue Innensenatorin in Bremen
Ehemalige Wehrbeauftragte Högl ist neue Innensenatorin in Bremen / Foto: © AFP/Archiv

Die ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Eva Högl (SPD), ist neue Innensenatorin von Bremen. In der Bremer Bürgerschaft erhielt die 56-Jährige am Donnerstag laut Protokoll 49 der abgegebenen 80 Stimmen. Anschließend übertrug ihr die Landesregierung in einer Senatssitzung das Amt der Senatorin für Inneres und Sport, wie die Senatspressestelle mitteilte. Högl folgt damit auf Ulrich Mäurer (SPD), der das Amt seit 2008 inne hatte.

Textgröße ändern:

"Mit Eva Högl gewinnen wir eine Senatorin mit großer Erfahrung in Sicherheitsfragen", erklärte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Sie kenne die Herausforderungen von Bund und Ländern und werde Bremen mit Sachverstand und Tatkraft voranbringen.

Högl teilte mit, sie freue sich, gemeinsam mit ihrem Team die Sicherheit und den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken. "Bremen ist eine weltoffene und lebendige Stadt - das wollen wir bewahren und weiter entwickeln." Als zentrale Herausforderungen bezeichnete sie die Kriminalitätsbekämpfung, Migration, Integration sowie der Schutz vor Cyberkriminalität.

Högl wurde am 6. Januar 1969 im niedersächsischen Osnabrück geboren. Sie war zwölf Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestags und anschließend von 2020 bis 2025 Wehrbeauftragte.

Der 74-jährige Mäurer hatte im August dieses Jahres seinen Rücktritt angekündigt. Er war 17 Jahre lang Innensenator und damit einer der dienstältesten der Bundesrepublik.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" nach elfmonatigem Einsatz wieder in Kalifornien

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ist nach rund elf Monaten in seinen Heimathafen im kalifornischen San Diego zurückgekehrt. Angehörige der rund 5000 Matrosen und Marinesoldaten begrüßten am Donnerstag am Kai ihre Liebsten, die sie seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Für viele Soldatinnen und Soldaten war es ein emotionales Wiedersehen mit ihren Familien.

Polizei: Mann in New York bei Auseinandersetzung mit Bundeskräften angeschossen

In New York ist nach Angaben der örtlichen Polizei ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit Einsatzkräften der Bundesbehörden angeschossen worden. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) sei es im Stadtviertel Marble Hill in der Bronx "zu einem Schusswaffenvorfall unter Beteiligung" von Bundesmitarbeitern der Strafverfolgungsbehörden gekommen, teilte die New Yorker Polizei mit. Örtlichen Medien zufolge führte die für ihr hartes Vorgehen bekannte Einwanderungsbehörde ICE zum Zeitpunkt des Vorfalls einen Einsatz aus.

Mehr als 70.000 Teilnehmer bei neuen Schülerprotesten in Frankreich

Bei neuen Schülerprotesten in Frankreich sind landesweit mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Innenministerium in Paris sprach am Donnerstag von 71.500 Demonstranten. Etwa 55.000 von ihnen hätten an Protestaktionen vor Schulgebäuden teilgenommen. Die restlichen hätten sich an Protestmärschen beteiligt. Mehr als 500 Menschen seien festgenommen worden, knapp 50 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte das Ministerium mit.

Bundestag fordert breitere Datengrundlage bei Pränataltests

Für vorgeburtliche Bluttests, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind festgestellt werden können, sollen nach dem Willen des Bundestages genauere Regeln geschaffen werden. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit für einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern eine genauere Regelung, wann diese sogenannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Textgröße ändern: