Deutsche Tageszeitung - Medien: Filmemacher und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim gestorben

Medien: Filmemacher und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim gestorben


Medien: Filmemacher und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim gestorben
Medien: Filmemacher und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Der Regisseur, Autor und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim ist laut mehreren Medienberichten tot. Er starb im Alter von 83 Jahren in Berlin, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg am Mittwoch unter Berufung auf den engsten Freundeskreis berichtete. Auch der "Stern" und der "Tagesspiegel" berichteten über den Todesfall.

Textgröße ändern:

Nur wenige Tage vor seinem Tod hatte von Praunheim seinen langjähriger Lebensgefährte Oliver Sechting geheiratet. Auf dem Instagram-Account von Praunheim war dazu am Montag unter anderem ein Foto von zwei Händen zu sehen, die Trauringe in Form von Fröschen tragen. Darunter war zu lesen: "Am Freitag, 12.12. habe ich meinen langjährigen Lebensgefährten Oliver geheiratet."

Der am 25. November 1942 in der lettischen Hauptstadt Riga als Holger Radtke geborene Filmemacher schrieb mit mehr als 150 Kurz- und Langfilmen Filmgeschichte. Gleichzeitig wurde er zum Wegbereiter der Schwulenbewegung in Deutschland.

Anfang der 70er Jahre sorgte seine Filmdokumentation "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" für Aufsehen, mit der er als erster Filmemacher das damals verdrängte Thema Homosexualität in die öffentliche Diskussion einbrachte. Der Streifen "Die Bettwurst" von 1971 gilt als Kultfilm.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Trump: Ausgang der Iran-Verhandlungen in Pakistan macht "keinen Unterschied"

US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der Friedensgespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kleingeredet. "Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied", sagt Trump am Samstag am Weißen Haus zu Journalisten. "Der Grund ist, dass wir gewonnen haben."

Netanjahu: Wir haben Irans Atom- und Raketenprogramm zerstört - Erneut Demo in Tel Aviv

Israel und die USA haben nach Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu bei ihren Angriffen auf den Iran das Atom- und Raketenprogramm des Landes zerstört. "Es ist uns gelungen, Irans Atomprogramm und sein Raketenprogramm zu zerschlagen", sagte Netanjahu am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Der Iran verfüge inzwischen über "keine funktionierende Urananreicherungsanlage" mehr.

Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig Verstöße gegen Oster-Feuerpause vor

Die Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die von ihnen vereinbarte Feuerpause zum orthodoxen Osterfest vor. Die russischen Truppen hätten innerhalb weniger Stunden nach Inkrafttreten der Feuerpause bereits hunderte Male dagegen verstoßen, erklärte die ukrainische Armee am Samstagabend. Russland wiederum warf der ukrainischen Armee einen Drohnenangriff auf eine Tankstelle in der Region Kursk vor, bei dem unter anderem ein Baby verletzt worden sei.

Mehr als 200 Festnahmen bei pro-palästinensischer Demonstration in London

In London sind bei einer pro-palästinensischen Kundgebung mehr als 200 Menschen festgenommen worden. Die Polizei gab am Samstagabend im Onlinedienst X die Festnahme von 212 Menschen bekannt - "im Alter von 27 bis 82 Jahren". Mehrere hundert Menschen hatten sich zuvor auf dem Trafalger Square im Zentrum der britischen Hauptstadt zu einem stillen Protest versammelt, um die Aufhebung des Verbots der Gruppe "Palestine Action" zu fordern.

Textgröße ändern: