Deutsche Tageszeitung - Bundesverfassungsgericht verhandelt im Februar über Weg zu Heizungsgesetz

Bundesverfassungsgericht verhandelt im Februar über Weg zu Heizungsgesetz


Bundesverfassungsgericht verhandelt im Februar über Weg zu Heizungsgesetz
Bundesverfassungsgericht verhandelt im Februar über Weg zu Heizungsgesetz / Foto: © AFP/Archiv

Um den Weg zum umstrittenen Heizungsgesetz geht es Ende Februar vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Richterinnen und Richter in Karlsruhe verhandeln am 24. Februar über eine Organklage des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Es hatte bereits im Sommer 2023 auf den Eilantrag hin entschieden, dass die Abstimmung über das Gesetz verschoben werden musste. Schließlich wurde es im September 2023 verabschiedet. (Az. 2 BvE 4/23)

Textgröße ändern:

Die Regelung mit dem offiziellen Namen Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht vor, dass neue Heizungen nur eingebaut werden dürfen, wenn sie zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Insbesondere für den Bestand gibt es dabei viele Ausnahmen und teils lange Übergangsfristen. Zudem wird der Heizungstausch stark gefördert.

Die neue Bundesregierung aus Union und SPD will das Heizungsgesetz laut Koalitionsvertrag abschaffen. Ein neues "Gebäudemodernisierungsgesetz" soll bis Ende Februar beschlossen werden. Bis Ende Januar soll es dazu Eckpunkte geben. Details zur künftigen Förderung sind offen. Erklärtermaßen will die Koalition aber die Modernisierung im Gebäudeenergiebereich "technologieoffener, flexibler und einfacher" gestalten.

In der Verhandlung in Karlsruhe soll es um die Frage gehen, ob im Gesetzgebungsverfahren zu der Regelung von 2023 Abgeordnetenrechte verletzt wurden. Heilmann, der Vorsitzende der Klimaunion in der CDU/CSU, beanstandet, dass der Bundestag nicht genug Zeit zum Beraten gehabt habe. Er habe nicht ausreichend Gelegenheit dazu gehabt, seine eigenen Auffassungen in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen.

Ein Urteil wird für den 24. Februar in Karlsruhe noch nicht erwartet. Es fällt meist einige Monate nach der mündlichen Verhandlung am Bundesverfassungsgericht.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Japanische Regierungschefin Takaichi erringt klaren Sieg bei Parlamentswahl

Die konservative japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl einen deutlichen Sieg eingefahren. Laut einer nach Schließung der Wahllokale am Sonntag vom Sender NHK veröffentlichten Prognose errang ihre Regierungskoalition mindestens zwei Drittel der Sitze im Unterhaus. Die seit Oktober amtierende Takaichi kündigte nach ihrem Wahltriumph an, für eine starke japanische Wirtschaft und solide Staatsfinanzen zu sorgen.

Britischer Kabinettschef tritt wegen Rolle bei Ernennung von Epstein-Freund Mandelson zurück

Der Kabinettschef des britischen Premierministers Keir Starmer hat im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seinen Rücktritt erklärt. "Nach gründlicher Überlegung habe ich beschlossen, aus der Regierung auszutreten", erklärte Morgan McSweeney am Sonntag in einem Schreiben an den Sender BBC. Er hatte Starmer eigenen Angaben zufolge dazu geraten, Peter Mandelson - einen Freund Epsteins - zum Botschafter in Washington zu ernennen. Der wegen Mandelsons Ernennung unter Druck geratene Starmer dankte McSweeney.

Japanische Regierungschefin Takaichi erringt klaren Sieg bei Parlamentwahl

Die konservative japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl einen deutlichen Sieg eingefahren. Laut einer nach Schließung der Wahllokale am Sonntag vom Sender NHK veröffentlichten Prognose errang ihre Regierungskoalition mindestens zwei Drittel der Sitze im Unterhaus. Die seit Oktober amtierende Takaichi kündigte nach ihrem Wahltriumph an, für eine starke japanische Wirtschaft und solide Staatsfinanzen zu sorgen.

Prognosen: Konservativer thailändischer Regierungschef gewinnt Wahl

In Thailand hat die Partei des konservativen Regierungschefs Anutin Charnvirakul laut ersten Prognosen die Parlamentswahl gewonnen. Anutins Bhumjaithai-Partei holte nach den vom Sender Channel 3 am Sonntag veröffentlichten Prognosen 198 der 500 Sitze und wurde damit stärkste Kraft. Die progressive Volkspartei landete demnach mit 97 Sitzen abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

Textgröße ändern: