Deutsche Tageszeitung - Treffen mit Netanjahu: Trump warnt die Hamas und den Iran - Unterstützung für Israels Kurs

Treffen mit Netanjahu: Trump warnt die Hamas und den Iran - Unterstützung für Israels Kurs


Treffen mit Netanjahu: Trump warnt die Hamas und den Iran - Unterstützung für Israels Kurs
Treffen mit Netanjahu: Trump warnt die Hamas und den Iran - Unterstützung für Israels Kurs / Foto: © AFP

Scharfe Worte Richtung Hamas, Warnung an den Iran und Rückendeckung für Israel: US-Präsident Donald Trump hat dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu bei ihrem Treffen in Florida seine Unterstützung zugesichert. Israel halte sich an den Friedensplan für den Gazastreifen, sagte Trump am Montag nach dem Gespräch mit Netanjahu in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Die Hamas hingegen werde einen hohen Preis dafür zahlen, wenn sie eine Entwaffnung weiterhin ablehne. Den Iran warnte Trump davor, sein Atomprogramm wieder aufzubauen.

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"Ich bin nicht besorgt darüber, was Israel tut", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu. "Ich mache mir Sorgen darüber, was andere tun oder vielleicht nicht tun."

Falls die Hamas nicht wie vereinbart ihre Waffen abgebe, werden sie "dafür teuer bezahlen müssen", sagte Trump. Die Entwaffnung müsse bald erfolgen. Die radikalislamische Palästinenserorganisation hatte kurz zuvor bekräftigt, dass sie ihre Waffen nicht niederlegen werde.

Netanjahus Visite in Florida ist bereits der fünfte US-Besuch des israelischen Regierungschefs in diesem Jahr. Trump wies Berichte über Spannungen zwischen ihm und Netanjahu zurück. Dieser könne zwar "sehr schwierig sein", sagte der US-Präsident. Ohne seine Führung nach dem Großangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 würde Israel aber "möglicherweise nicht mehr existieren".

Netanjahu bezeichnete das Treffen mit Trump in Florida als "sehr produktiv". Er kündigte an, dass Israel dem US-Präsidenten die höchste zivile Auszeichnung des Landes verleihen werde - zum ersten Mal an einen Nicht-Israeli.

Trump, der sich selbst als "Friedenspräsident" sieht, will zur nächsten Phase der Waffenruhe im Gazastreifen übergehen. Die Umsetzung des von Trump vorangetriebenen US-Plans ist jedoch ins Stocken geraten. Trump wollte ursprünglich noch im Dezember den Übergang zur zweiten Phase des Friedensplans verkünden. Diese sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt und die israelische Armee sich aus dem Gazastreifen zurückzieht.

US-Vertreter hatten zuletzt aber die Sorge geäußert, dass Israel und die Hamas die weitere Umsetzung des Plans verzögern. Beide Konfliktparteien werfen sich immer wieder Verstöße gegen die seit Oktober geltende Waffenruhe vor.

Auch der Iran war ein zentrales Thema bei dem Treffen von Trump und Netanjahu. In den vergangenen Wochen hatten israelische Medien und Politiker wiederholt darauf verwiesen, dass der Iran seine militärischen Fähigkeiten wieder ausbaue, die durch den Zwölf-Tage-Krieg mit Israel im Juni deutlich verringert worden waren.

Trump kündigte bei der Pressekonferenz mit Netanjahu an, dass die USA jegliche Wiederaufrüstung im Iran unterbinden werden. Sollte Teheran dies versuchen, "werden wir keine andere Wahl haben, als diese Aufrüstung sehr schnell auszulöschen", sagte Trump.

Ein Berater von Irans oberstem Geistlichen Ayatollah Ali Chamenei, Ali Schamchani, erklärte am Montag, jede Aggression gegen sein Land werde "sofortige harte Reaktionen" nach sich ziehen. Die Raketenkapazitäten und die Verteidigung des Iran seien nicht einzudämmen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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