Deutsche Tageszeitung - Über 24.000 Zurückweisungen an deutschen Grenzen seit verschärften Kontrollen

Über 24.000 Zurückweisungen an deutschen Grenzen seit verschärften Kontrollen


Über 24.000 Zurückweisungen an deutschen Grenzen seit verschärften Kontrollen
Über 24.000 Zurückweisungen an deutschen Grenzen seit verschärften Kontrollen / Foto: © AFP

Seit dem Beginn verschärfter Grenzkontrollen im Mai sind bis Jahresende an den deutschen Landesgrenzen insgesamt 24.400 Menschen zurückgewiesen worden. Die Bundespolizei registrierte nach Angaben vom Donnerstag von 8. Mai bis Jahresende insgesamt 33.338 unerlaubte Einreisen - die meisten Einreisenden wurden zurückgewiesen. Bei den Kontrollen seien zudem in diesem Zeitraum 1065 mutmaßliche Schleuser vorläufig festgenommen worden. Zudem konnte die Bundespolizei nach eigenen Angaben 5906 per Haftbefehl gesuchte Menschen festnehmen.

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am 7. Mai die verstärkten Kontrollen und Zurückweisungen an allen neun deutschen Landesgrenzen zu Nachbarstaaten angeordnet. Ausgenommen sind sogenannte vulnerable Gruppen wie Kinder und Schwangere. Laut Angaben der Bundespolizei vom Freitag äußerten seitdem 242 Menschen an den Grenzen ein Asylbegehren unter Bezug auf ihren vulnerable Status.

Von den Zurückgewiesenen kamen knapp 1200 aus einem sogenannten sicheren Drittstaat und wurden deshalb am Grenzübertritt gehindert, wie die Bundespolizei in Potsdam weiter mitteilte. Außerdem lag für 1253 Menschen eine Wiedereinreisesperre für Deutschland vor.

Die Gesamtzahl der von der Bundespolizei registrierten unerlaubten Einreisen an den Land-, Luft- und Seegrenzen lag im Gesamtjahr 2025 - also von 1. Januar bis Jahresende - mit 62.526 so niedrig wie seit vier Jahren nicht mehr. Im Vorjahr 2024 hatte die Bundespolizei noch 83.572 unerlaubte Einreisen registriert, im Jahr zuvor waren es 127.549. Im Jahr 2022 lag die Zahl bei 91.986, im Jahr 2021 waren es mit 57.637 deutlich weniger.

Unerlaubte oder irreguläre Einreisen sind solche, bei denen die Menschen keine gültige Aufenthaltsberechtigung besitzen. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte direkt nach ihrem Start einen härteren Kurs gegen die irreguläre Migration eingeschlagen.

(Y.Leyard--DTZ)

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