Deutsche Tageszeitung - Nordkorea wirft Südkorea erneut Eindringen von Drohne in sein Territorium vor

Nordkorea wirft Südkorea erneut Eindringen von Drohne in sein Territorium vor


Nordkorea wirft Südkorea erneut Eindringen von Drohne in sein Territorium vor
Nordkorea wirft Südkorea erneut Eindringen von Drohne in sein Territorium vor / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP

Nordkorea hat Südkorea erneut das Eindringen einer Spionagedrohne in sein Territorium vorgeworfen. Die nordkoreanische Armee habe Anfang Januar eine Richtung Norden fliegende Drohne entdeckt, die sich über den südkoreanischen Grenzbezirk Ganghwa bewegt habe, erklärte ein Armeesprecher, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Samstag berichtete. Die Armee habe die Drohne dann über der nordkoreanischen Stadt Kaesong abgeschossen.

Textgröße ändern:

An der Drohne seien "Überwachungsgeräte" montiert gewesen, erklärte der Militärsprecher. Die Auswertung der Trümmer habe gezeigt, dass die Drohne Aufnahmen von "wichtigen Zielen", darunter von Grenzgebieten, gespeichert habe. KCNA veröffentlichte Fotos, die die Trümmer der mutmaßlichen Drohne zeigen sollen. Der Armeesprecher betonte, der Vorfall ähnele einem von September, als südkoreanische Drohnen in der Nähe der Grenzstadt Paju geflogen seien.

Die südkoreanische Regierung versicherte, nichts von dem Drohnenflug zu wissen. Verteidigungsminister Ahn Gyu-back erklärte, die Drohne auf den Fotos sei "kein Modell, dass von unserer Armee betrieben wird". Das Büro des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung teilte mit, dass am Samstag ein nationales Sicherheitstreffen zu dem Vorfall stattfinde.

Nord- und Südkorea sind auch über sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Korea-Kriegs im Jahre 1953 formell weiterhin im Kriegszustand. Die USA haben zehntausende Soldaten in Südkorea stationiert, unter anderem zum Schutz Südkoreas.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Ausschreitungen bei prokurdischen Demonstrationen - Imbisse in Dortmund angegriffen

Bei prokurdischen Solidaritätsdemonstrationen hat es am Dienstagabend in mehreren deutschen Städten teils heftige Auseinandersetzungen mit Polizei und Passanten gegeben. In Stuttgart und Hannover warfen Demonstranten nach Angaben der Polizei mit Feuerwerkskörpern und versuchten, Absperrketten von Beamten zu durchbrechen. In Dortmund griffen Protestieren demnach Imbisse an und attackierten Einsatzkräfte mit Böllern sowie Steinen.

Verkehrsminister Schnieder weist Gerüchte über Kabinettsumbildung zurück

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat Spekulationen über eine mögliche Umbildung des Bundeskabinetts nach der rheinland-pfälzischen Landtagswahl zurückgewiesen. "Der Bundeskanzler hat dazu klare Ausführungen gemacht - er denkt nicht an eine Kabinettsumbildung", sagte Schnieder am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. "Und damit ist das Thema erledigt."

Deutschland und Italien drängen auf drastischen Bürokratieabbau in der EU

Vor den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen am Freitag in Rom haben sich Deutschland und Italien auf einen gemeinsamen Einsatz für mehr Wettbewerbsfähigkeit und deutlichen Bürokratieabbau in der EU geeinigt. Wie aus einem Positionspapier hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, fordern die Regierungen unter anderem eine drastische Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und den Abbau von Hindernissen für den Handel zwischen den Mitgliedstaaten.

Bund als Treiber: Öffentliche Verschuldung um 54,8 Milliarden Euro erhöht

Die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung in Deutschland haben sich im dritten Quartal um 2,1 Prozent oder 54,8 Milliarden Euro erhöht. Damit war der sogenannte öffentliche Gesamthaushalt Ende September vergangenen Jahres mit 2608,8 Milliarden Euro verschuldet, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Textgröße ändern: