Deutsche Tageszeitung - Schah-Witwe ruft Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss auf

Schah-Witwe ruft Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss auf


Schah-Witwe ruft Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss auf
Schah-Witwe ruft Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss auf / Foto: © AFP/Archiv

Die Witwe des letzten Schahs hat die Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss mit den Demonstrierenden aufgerufen. "Hört die Schreie des Zorns und der Wut der Demonstrierenden. Schließt euch euren Brüdern und Schwestern an, bevor es zu spät ist", erklärte die 87-jährige Farah Pahlavi am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Nichts rechtfertige ein Blutvergießen, betonte sie.

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"Macht euer Schicksal nicht von dem der Mörder abhängig", schrieb die Schah-Witwe. "Seid stark und glaubt daran, dass ihr bald gemeinsam die Freiheit im Iran feiern werdet und dass das Licht über die Dunkelheit siegen wird." Die Schah-Witwe unterstützte damit Aufrufe ihres in den USA lebenden Sohnes Reza Pahlavi, der in den vergangenen Wochen zu einer Symbolfigur der iranischen Opposition geworden ist.

Die Proteste im Iran hatten sich vor mehr als zwei Wochen am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage entzündet, inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen wurden beim harten Vorgehen gegen die Demonstranten bereits mindestens 648 Menschen getötet. Einige Schätzungen gehen sogar von mehr als 6000 Todesopfern aus.

Farah Pahlavi war die dritte Frau des Schahs, den sie als Studentin in Paris kennengelernt hatte. Ihre Beziehung war in den 60er und 70er Jahren ein beliebtes Thema in der Klatschpresse. Farah Pahlavi verließ den Iran gemeinsam mit ihrem Mann Mohammed Reza Pahlavi 1979 im Zuge der Islamischen Revolution. Sie lebt heute in den USA und in Paris.

(G.Khurtin--DTZ)

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