Deutsche Tageszeitung - Scharfe Kritik an Grüne-Jugend-Chef Bobga nach Video mit Söder-Beschimpfung

Scharfe Kritik an Grüne-Jugend-Chef Bobga nach Video mit Söder-Beschimpfung


Scharfe Kritik an Grüne-Jugend-Chef Bobga nach Video mit Söder-Beschimpfung
Scharfe Kritik an Grüne-Jugend-Chef Bobga nach Video mit Söder-Beschimpfung / Foto: © AFP/Archiv

Ein Video von Grüne-Jugend-Chef Luis Bobga, in dem er den CSU-Vorsitzenden Markus Söder beschimpft, hat scharfe Kritik und Rücktrittsforderungen aus der Union ausgelöst. "Wer so etwas sagt, ist nicht länger tragbar", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der "Bild am Sonntag". Bobga hatte zu Musik des Künstlers Haftbefehl mitgerappt; als das Wort "Hurensohn" fiel, wurde ein Bild von Söder eingeblendet.

Textgröße ändern:

Bobga bildet seit Oktober zusammen mit Henriette Held das neue Führungs-Duo der Grünen-Nachwuchsorganisation. In dem auf der Plattform Instagram veröffentlichten Video kritisierte er den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten, die Zahl der Bundesländer in Deutschland zu verringern.

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), sagte der "Bild am Sonntag" zu dem Video: "Wenn Demokraten so miteinander umgehen, dann können wir der AfD gleich die Schlüssel geben." Von den Grünen sei eine Entschuldigung fällig, forderte er.

Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber forderte, die grüne Parteispitze müsse sich entschuldigen "und ihren unter Demokraten inakzeptablen Nachwuchs zur Rechenschaft ziehen".

Der grüne Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour äußerte sich in der Zeitung ebenfalls kritisch, Söders eigene Attacken rechtfertigten keine Entgleisung unter der Gürtellinie. "Jeder sollte seinen Beitrag zum Anstand leisten", sagte er.

Bobga entschuldigte sich später. Mit seiner Kommunikation in den sozialen Medien wolle er "junge Menschen erreichen und ihr Interesse an Politik wecken und stützen", erklärte er. Dazu gehöre es, sich an Musik aus der Jugendkultur zu bedienen.

"Nun ist hierbei die Auseinandersetzung mit dem Inhalt von Herrn Söders Aussage auf der Strecke geblieben, das bedauere ich", führte Bobga aus. "Zudem war es nie mein Ziel, ihn mit dieser Beleidigung direkt anzusprechen." Dass dies durch den von ihm ausgewählten Song passiert sei, tue ihm leid.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

SPD beginnt in Berlin zweitägige Jahresauftaktklausur

Die SPD beginnt am Samstag in Berlin ihre zweitägige Jahresauftaktklausur. Im Willy-Brandt-Haus werden dazu unter anderem die Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil erwartet, die ab 14.00 Uhr Grundsatzreden halten wollen. Auch Generalsekretär Tim Klüssendorf, Fraktionschef Matthias Miersch und eine Reihe von Bundesministerinnen und Ministerpräsidenten nehmen teil. Am Sonntag will Bas bei einem Pressestatement gegen 12.30 Uhr über die Ergebnisse des Treffens berichten.

Trump: "Sehr gute Gespräche" mit Iran - nächste Runde "Anfang der kommenden Woche"

Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman sind laut US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. "Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten auf dem Flug zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Die nächste Gesprächsrunde werde "Anfang der kommenden Woche" stattfinden.

Stars und Glanz: Olympische Winterspiele in Italien feierlich eröffnet

Mit einer spektakulären und farbenfrohen Feier sind die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina eröffnet worden. Italiens Staatschef Sergio Mattarella erklärte die Winterspiele am Freitagabend im San-Siro-Stadion in Mailand vor zehntausenden Zuschauern für eröffnet. Bei der Eröffnungszeremonie traten unter anderem US-Pop-Diva Mariah Carey, die italienische Pop-Sängerin Laura Pausini und der italienische Star-Tenor Andrea Bocelli auf.

Ex-Botschafter und Epstein-Freund Mandelson: Britische Polizei durchsucht zwei Häuser

Die britische Polizei hat bei den Ermittlungen gegen den einst mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundeten Politiker Peter Mandelson zwei Häuser durchsucht. Die Durchsuchungen hätten in Wiltshire im Südwesten Englands sowie in London stattgefunden, teilte die Polizei in London am Freitag mit. Dem früheren britischen Botschafter in Washington wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.

Textgröße ändern: