Deutsche Tageszeitung - Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen

Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen


Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen
Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. "Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben", sagte Trump in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "New York Post".

Textgröße ändern:

"Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen", sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter. "Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen." Trump sprach in dem Interview von einem "Neustart" des Militäreinsatzes. Zuvor hatte er in einer kurzen Mitteilung in seinem Onlinedienst Truth Social in Großbuchstaben geschrieben: "Der gewaltigste Neustart der Welt!".

In einer weiteren Botschaft auf Truth Social schrieb Trump, der Iran habe bei den Gesprächen mit den USA "keine Karten" in der Hand. Die Iraner setzten alleine auf "kurzfristige Erpressung der Welt durch die Ausnutzung internationaler Wasserwege", schrieb er unter Anspielung auf die vom Iran blockierte Straße von Hormus. "Der einzige Grund, warum sie heute am Leben sind, ist, um zu verhandeln!", fügte er hinzu.

US-Vizepräsident JD Vance reiste unterdessen nach Pakistan, wo er in Islamabad mit Vertretern aus Teheran über eine Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln will. Vor dem Abflug warnte er vor "Spielchen" der Iraner. Ob es tatsächlich zu den Verhandlungen kommt, ist unklar. So hat der Iran Friedensgespräche zuletzt von einem Ende der israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon abhängig gemacht.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen; Anfang März weitete er sich auf den Libanon aus. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) verkündete Trump eine zweiwöchige Feuerpause der USA und des Irans. Nach Darstellung Israels und der USA erstreckt sich diese allerdings nicht auf den Libanon.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

NRW-Ministerpräsident Wüst fordert Bund-Länder-AG zur Prüfung der AfD

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD. Beim Thema AfD-Verbot warne er vor "Schnellschüssen", erklärte Wüst am Dienstag auf der Onlineplattform X. "Das Verbot einer Partei kann nur der letzte Weg sein, um unsere Verfassung zu schützen." Daher sollte "eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD und etwaigen Rechtsfolgen" eingesetzt werden.

Jugendlicher in Berlin homophob beleidigt und verletzt

In Berlin ist ein Jugendlicher homophob beleidigt und verletzt worden. Der 17-Jährige sei am Montagabend im Stadtteil Pankow unterwegs gewesen, als er unvermittelt von einem Unbekannten von hinten angegriffen und zu Boden geschlagen worden sei, teilte die Polizei am Dienstag in der Bundeshauptstadt mit. Dabei sei der 17-Jährige homophob beleidigt worden.

Neue Angriffe auf Kiew nach Ende von Feuerpause - Selenskyj hofft auf baldige Verhandlungen

Russland hat seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach einer dreitägigen Feuerpause wieder aufgenommen. Bei den Attacken seien mindestens zwei Menschen getötet worden, teilte Kiews Militärverwaltung am Dienstagmorgen mit. Die Angriffe erfolgten einen Tag nach Abreise der US-Sondergesandten aus Kiew. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußerte die Hoffnung auf ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump und die Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit den USA und Russland im September.

Netanjahu wegen Berichts über Warnung vor Angriff vom 7. Oktober 2023 unter Druck

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu steht wegen eines Berichts unter Druck, wonach er vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt wurde. Die israelische Zeitung "Haaretz" druckte Auszüge aus einem noch nicht veröffentlichten Buch ihrer Reporter, wonach der Staatschef der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed Al-Nahjan, den israelischen Ministerpräsidenten anderthalb Wochen vor dem folgenschweren Hamas-Angriff warnte, dass die radikalislamische Palästinenserorganisation einen größeren Einsatz plane.

Textgröße ändern: