Deutsche Tageszeitung - Protestsong gegen "König Trump": Bruce Springsteen würdigt Minneapolis mit Hymne

Protestsong gegen "König Trump": Bruce Springsteen würdigt Minneapolis mit Hymne


Protestsong gegen "König Trump": Bruce Springsteen würdigt Minneapolis mit Hymne
Protestsong gegen "König Trump": Bruce Springsteen würdigt Minneapolis mit Hymne / Foto: © AFP/Archiv

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger in Minneapolis hat Rockstar Bruce Springsteen eine Hymne auf die Stadt und ihre Bürger verfasst. "Streets of Minneapolis" (Straßen von Minneapolis), heißt der Protestsong gegen "König Trump", den Springsteen am Mittwoch im Onlinedienst Instagram veröffentlichte. Er prangere damit den "Staatsterror" in der Stadt an, schrieb der Musiker, den seine Fans "The Boss" (Der Boss) nennen.

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Springsteen widmete seine Komposition den "Menschen von Minneapolis, unseren unschuldigen zugewanderten Nachbarn und dem Andenken von Alex Pretti und Renee Good". Pretti und Good waren am Rande von Protesten gegen die Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump von Einsatzkräften erschossen worden. In den USA löste das brutale Vorgehen Entsetzen und Empörung aus.

"Oh Minneapolis, ich höre deine Stimme / die durch den blutigen Nebel schreit", heißt es im Refrain des Springsteen-Songs. "Wir werden die Namen derer in Erinnerung behalten / die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind."

In seinem Lied wendet sich der 76-jährige Rockstar gegen "König Trumps Privatarmee", die "Besatzer-Stiefel" trägt und "Pistolen an ihre Mäntel geschnallt hat". Er spielt damit auf die rund 3000 Bediensteten der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzagentur CBP an, die die Trump-Regierung nach Minneapolis entsandt hatte, um Zuwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis aufzuspüren. Der Song hatte schon nach wenigen Stunden mehr als 80.000 Likes auf Instagram.

Der Titel erinnert an Springsteens Ballade "Streets of Philadelphia" von 1994, in der er Opfer der Aids-Epidemie besang. Springsteen gilt als einer der wortgewaltigsten Trump-Kritiker in der US-Kulturszene. Er hatte den Präsidenten seit dessen Vereidigung vor gut einem Jahr wiederholt einen "Idioten" genannt und bei Auftritten in den USA und im Ausland scharfe Kritik an seiner Politik geübt. Trump beschimpfte Springsteen seinerseits als "widerlichen Mistkerl" und riet dem Sänger, seinen Mund zu halten.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2024 hatte sich Springsteen hinter die demokratische Kandidatin Kamala Harris gestellt und Trump vorgeworfen, wie ein "amerikanischer Tyrann" aufzutreten.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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