Deutsche Tageszeitung - Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen

Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen


Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen
Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen / Foto: © AFP

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sieht Grönland weiterhin durch US-Pläne zur Übernahme der Arktis-Insel bedroht. "Leider denke ich, dass der Wunsch derselbe ist", sagte sie am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) auf die Frage, ob Trump ihrer Meinung nach die Insel immer noch besitzen wolle. Der Druck auf Grönland sei "völlig inakzeptabel", fügte Frederiksen hinzu.

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"Alle fragen uns, ob wir glauben, dass es vorbei ist", sagte die Regierungschefin. Dies sei aber nicht der Fall. "Wir haben jetzt eine Arbeitsgruppe. Das ist gut. Wir werden versuchen, eine Lösung zu finden". Es gebe aber "rote Linien" wie die Souveränität und territoriale Souveränität, die nicht überschritten werden dürften. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen nannte den von den USA ausgeübten Druck "inakzeptabel".

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bekräftigte in München seine Kritik am Vorgehen der USA. "Der größte Verbündete einer Allianz bedroht und stellt die territoriale Souveränität, Souveränität und Integrität eines anderen Verbündeten in Frage", sagte er. "Das ist unglaublich und schadet einer Allianz wie der Nato."

US-Präsident Donald Trump hatte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus vor mehr als einem Jahr immer wieder Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland erhoben und die Nato damit in eine tiefe Krise gestürzt. Drohungen einer Übernahme mit Gewalt nahm er im vergangenen Monat nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte zurück, eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet. Am Mittwoch schließlich verkündete die Nato den Start der Arktismission "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis), welche die Nato-Präsenz in der Region stärken soll.

(P.Hansen--DTZ)

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