Deutsche Tageszeitung - Warken will Lösung bei Jahresrezepten für chronisch Kranke

Warken will Lösung bei Jahresrezepten für chronisch Kranke


Warken will Lösung bei Jahresrezepten für chronisch Kranke
Warken will Lösung bei Jahresrezepten für chronisch Kranke / Foto: © AFP

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt auf eine rasche Verständigung auf die Einführung von Jahresrezepten für chronisch Kranke. "Angesichts begrenzter Versorgungskapazitäten macht es Sinn, entbehrliche Arztkontakte und Wartezeiten zu reduzieren und die bisherige Quartalslogik für Chroniker zu überwinden", sagte Warken der "Bild am Sonntag". Dies werde auch nicht zu Mehrkosten für die Krankenkassen führen.

Textgröße ändern:

Bislang müssen chronisch Kranke ihre Rezepte vierteljährlich in einer Arztpraxis erneuern lassen. Zwar war noch in der Zeit der Ampel-Regierung eine gesetzliche Basis für eine jährliche Erneuerung geschaffen worden, die Umsetzung stockt jedoch seither. "Sollte es zu weiteren deutlichen Verzögerungen kommen, werden wir im Rahmen unserer Rechtsaufsicht die erforderlichen Schritte prüfen", kündigte Warken nun an.

Ärzteverbände und Krankenkassen unterstützen die Reform nach eigenen Angaben im Grundsatz, bei der Umsetzung sprach ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) allerdings in der "BamS" von einer "komplexen Herausforderung". Auch er äußerte aber die Erwartung, es sei "mit einer Vereinbarung in diesem Frühjahr zu rechnen".

Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) signalisierte seine Zustimmung. "Jahresrezepte als zusätzliche Möglichkeit finden wir gut und richtig", sagte Co-Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis der "BamS". Bestimmten chronisch Kranken würden dadurch unnötige Wege erspart, zugleich entlaste es die Praxen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Auch US-Senat stimmt gegen Trumps Vorgehen im Iran - Präsident empört

Erneute Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Kongress: Rund drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus hat am Dienstag auch der Senat in Washington für ein Ende des Iran-Kriegs gestimmt. Obwohl das Votum keine Gesetzeskraft hat, zeigte sich Trump empört: Die Abstimmung sei "schlecht getimt" und erschwere ihm die Verhandlungen mit dem Iran, erklärte der Präsident.

Kim will auch Nordkoreas Marine mit Atomwaffen ausrüsten

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will auch die Marine des international isolierten Landes mit Atomwaffen ausrüsten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch berichtete, kündigte der Präsident zudem an, größere Kriegsschiffe bauen zu lassen. Nordkorea steht wegen seines Atomwaffen- und Rüstungsprogramms unter massiven internationalen Sanktionen.

Bertelsmann-Stiftung: Kehrtwende bei Erneuerbaren gefährdet Arbeitsplätze

Erneuerbare Energien wie Windkraft oder Photovoltaik bieten nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung einer Rekordzahl an Menschen in Deutschland Arbeit. 2025 sei in der Branche mit 436.000 Beschäftigten ein neuer Höchststand erreicht worden, knapp vier Prozent mehr als im bisher besten Jahr 2023, teilte die Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mit. Der sich abzeichnende energiepolitische Kurswechsel der Bundesregierung könne jedoch "Tausende von Jobs" gefährden.

Wehrbeauftragter fordert Klarheit bei möglichen Pflicht-Versetzungen nach Litauen

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte, fordert schnelle Klarheit bei den von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Aussicht gestellten verpflichtenden Bundeswehr-Versetzungen zur deutschen Brigade in Litauen. "Unsere Soldatinnen und Soldaten benötigen jetzt frühzeitig Klarheit darüber, wer künftig Dienst in Litauen leisten wird", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Textgröße ändern: