Deutsche Tageszeitung - Inmitten von Spannungen wegen Trump: Dänischer König besucht Grönland

Inmitten von Spannungen wegen Trump: Dänischer König besucht Grönland


Inmitten von Spannungen wegen Trump: Dänischer König besucht Grönland
Inmitten von Spannungen wegen Trump: Dänischer König besucht Grönland / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP

Inmitten der Spannungen wegen der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland hat der dänische König Frederik X. die Arktisinsel besucht. Der Monarch landete am Mittwoch am Flughafen der Hauptstadt Nuuk und wurde dort von Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen empfangen. Grönland ist ein autonomes Gebiet, gehört aber zu Dänemark.

Textgröße ändern:

"Es ist eine große Freude, zurück in Grönland zu sein und die Grönländer zu treffen", sagte Frederik zum Auftakt seines dreitägigen Besuchs. Die Bewohner Grönlands und ihr Wohlergehen lägen ihm "sehr am Herzen". "Das war immer so, und das wird immer so sein", betonte der 57-jährige König.

Frederik besuchte auf der zu Dänemark gehörenden autonomen Arktisinsel unter anderem eine Schule und einen Fischereibetrieb. Am Donnerstag will der König die rund 150 Kilometer nördlich von Nuuk gelegene Kleinstadt Maniitsoq besuchen, am Freitag ein Ausbildungszentrum der dänischen Streitkräfte in Kangerlussuaq.

US-Präsident Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus vor mehr als einem Jahr immer wieder Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland erhoben und die Nato damit in eine tiefe Krise gestürzt. Drohungen einer Übernahme mit Gewalt nahm er im vergangenen Monat nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte zurück. Stattdessen wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz aber, Trump wolle das rohstoffreiche und strategisch wichtig gelegene Grönland nach wie vor besitzen. "Leider denke ich, dass der Wunsch derselbe ist", sagte sie. Der Druck auf Grönland sei "völlig inakzeptabel".

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

US-Unterwäschemagnat fühlt sich durch Epstein "hereingelegt"

In der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat der Unternehmer Les Wexner ein persönliches Fehlverhalten bestritten. Er sei von Epstein "hereingelegt" worden, sagte der 88-jährige Gründer von L Brands, der früheren Muttergesellschaft der Unterwäschemarke Victoria's Secret, am Mittwoch in einer Videoanhörung des US-Repräsentantenhauses.

Trump kritisiert erneut Abkommen zu Chagos-Inseln - auch mit Blick auf den Iran

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut mit scharfen Worten gegen die geplante Rückgabe der strategisch wichtigen Chagos-Inseln im Indischen Ozean von Großbritannien an Mauritius gewandt. Trump schrieb am Mittwoch auf seiner Online-Plattform Truth Social, sollten die USA bei einem Scheitern der Atomgespräche mit Teheran den Iran angreifen, würden die US-Streitkräfte womöglich den gemeinsam mit Großbritannien genutzten Militärstützpunkt auf der Chagos-Insel Diego Garcia nutzen.

Putin sichert von Energiekrise betroffenem Kuba Unterstützung zu

Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem von einer schweren Energie- und Wirtschaftskrise getroffenen Kuba eine weitere Unterstützung Moskaus zugesagt. "Wir haben Kuba bei seinem Kampf für die Unabhängigkeit und das Recht, seinen eigenen Weg zu gehen, stets unterstützt", sagte Putin während eines Besuchs des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez im Kreml am Mittwoch.

Bundespräsident: SPD und Grüne offen für Nicht-Politiker - Wahltermin steht offenbar

SPD und Grüne haben sich offen für eine neue Bundespräsidentin oder einen neuen Bundespräsidenten ohne politische Erfahrung gezeigt. Zwar sei es hilfreich, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zuvor in der Politik gewesen sei, das sei aber "keine zwingende Voraussetzung und sollte auch nicht die Vorgabe sein", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese dem ZDF. Einem Medienbericht zufolge soll die Wahl am 30. Januar 2027 stattfinden.

Textgröße ändern: