Deutsche Tageszeitung - Kiesewetter: Angriff auf Iran ist berechtigt und hat "Aussicht auf Erfolg"

Kiesewetter: Angriff auf Iran ist berechtigt und hat "Aussicht auf Erfolg"


Kiesewetter: Angriff auf Iran ist berechtigt und hat "Aussicht auf Erfolg"
Kiesewetter: Angriff auf Iran ist berechtigt und hat "Aussicht auf Erfolg" / Foto: © AFP

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält den Militärangriff auf den Iran für berechtigt. "Der Iran hintergeht seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittelt den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden", sagte er dem Portal t-online am Samstag. Zugleich erkenne der Iran Israels Existenzrecht nicht an, sondern wolle das Land vernichten. "Der sorgfältig über Wochen geplante und begrenzte Militärschlag hat damit eine Berechtigung."

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Hinzu komme das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung und "insbesondere die breit aufgestellte Opposition", fuhr Kiesewetter mit Blick auf die blutige Niederschlagung der jüngsten Proteste fort. "Es besteht Aussicht auf Erfolg", sagte Kiesewetter nach dem nun erfolgten Angriff weiter. "Dieser Erfolg muss sich auch daran messen, das es zu einem möglichen Systemwechsel im Iran und nicht zu einer Ausweitung des Krieges in der Region kommt."

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen gemeinsam Luftangriffe gegen den Iran gestartet. In Teheran und anderen iranischen Städten waren Explosionen zu hören, wie AFP-Reporter und iranische Medien berichteten. In Israel wurde landesweiter Alarm ausgelöst und der Luftraum gesperrt. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem "Präventivschlag" gegen den Iran.

Auch die US-Armee flog Luftangriffe. Präsident Donald Trump rief die Bevölkerung des Landes auf, die Regierung in Teheran zu "übernehmen".

Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht in dem Angriff ebenfalls eine Chance auf einen Systemwechsel: "Gelingt es, das Mullah-Regime zu stürzen, wäre das für die Menschen im Iran, auch für die Menschen im Nahen Osten und darüber hinaus in Europa eine Chance eines friedlichen, gemeinsamen Neubeginns", sagte sie der "Rheinischen Post". Die Frage sei aber zunächst, "wie erfolgreich der Präventivschlag" sein werde.

(P.Hansen--DTZ)

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