Deutsche Tageszeitung - Israelische Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut

Israelische Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut


Israelische Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut
Israelische Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut / Foto: © AFP

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge mehrere Angriffe gegen Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in Libanons Hauptstadt Beirut verübt. Sie greife derzeit "Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah in Beirut an", erklärte die israelische Armee am Dienstagmorgen. Der der Hisbollah nahestehende Sender Al-Manar erklärte im Onlinedienst Telegram, die israelische Armee habe sein Büro in dem Gebiet Harat Hreik im Süden Beiruts attackiert.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner von 31 Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung aufgerufen und Einsätze gegen die Hisbollah angekündigt. Die Bewohner sollten ihre Häuser "sofort" verlassen und sich in Richtung Norden begeben, erklärte der israelische Armeesprecher Avichay Adraee am Montagabend im Onlinedienst X.

Die pro-iranische Miliz hatte in der Nacht zum Montag Angriffe gegen Israel gestartet und diese als "Vergeltung" für die Tötung des obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bezeichnet. In einer Erklärung am frühen Dienstagmorgen bezeichnete die Hisbollah seine Angriffe auf Israel als "Verteidigungsakt" und "legitimes Recht". Israel setze seit Inkrafttreten einer Waffenruhe vor 15 Monaten seine "Aggression" gegen den Libanon durch "Tötung, Zerstörung, Planierungen und alle Formen krimineller Handlungen" fort, erklärte die pro-iranische Miliz. Die Tötung Chameneis erwähnte die Hisbollah anders als zuvor nicht.

Seit November 2024 galt zwischen Israel und der Hisbollah eine Waffenruhe. Die Miliz hatte nach dem Hamas-Überfall auf den Süden Israels im Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg eine zweite Front gegen Israel eröffnet. Die libanesische Regierung hatte zugesagt, die Hisbollah zu entwaffnen, womit im August vergangenen Jahres begonnen wurde. Unabhängig davon griff Israel immer wieder Hisbollah-Ziele im Südlibanon an.

Die USA und Israel starteten am Samstag ihren Großangriff auf den Iran. Dabei wurden der 86-jährige Ayatollah Chamenei und mehrere weitere iranische Führungspersönlichkeiten getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, Staaten am Golf und US-Einrichtungen in der Region.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet für die Bundeswehr in Empfang

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang genommen. Das Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erklärte am Freitag nach der Übergabe am Firmensitz in Fort Worth, dies sei ein "Meilenstein für Deutschland" wie auch für die Nato insgesamt. Pistorius sprach demnach von einer "neuen Ära für die Luftwaffe".

IAEA: Kühlturm von russischem Atomkraftwerk von Drohne getroffen - kein Feuer

Ein Kühlturm des Atomkraftwerks Kursk im Westen Russlands ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) von einer Drohne getroffen worden. Wie die Organisation am Freitag im Onlinedienst X mitteilte, wurde sie darüber informiert, dass sich der Vorfall am frühen Donnerstagmorgen zutrug. Demnach war der Reaktor zu dem Zeitpunkt in Betrieb und blieb es auch. Es sei kein Feuer ausgebrochen.

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet in Empfang

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang genommen. Das Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erklärte am Freitag nach der Übergabe am Firmensitz in Fort Worth, dies sei ein "Meilenstein für Deutschland" wie auch für die Nato insgesamt. Pistorius sprach demnach von einer "neuen Ära für die Luftwaffe".

Russland erklärt Regisseur Swjaginzew zum "ausländischen Agenten"

Der im Exil lebende russische Regisseur Andrei Swjaginzew ist von den Behörden seines Landes zum "ausländischen Agenten" erklärt worden. Das russische Justizministerium teilte am Freitag auf seiner Website mit, der 62-Jährige habe "Falschinformationen über Entscheidungen der Behörden der Russischen Föderation und die von ihnen verfolgte Politik" verbreitet und werde von "ausländischen Agenten" beeinflusst.

Textgröße ändern: