Deutsche Tageszeitung - Entmachtung von AfD-Fraktionsvize Keuter: Chrupalla begrüßt "freiwilligen" Schritt

Entmachtung von AfD-Fraktionsvize Keuter: Chrupalla begrüßt "freiwilligen" Schritt


Entmachtung von AfD-Fraktionsvize Keuter: Chrupalla begrüßt "freiwilligen" Schritt
Entmachtung von AfD-Fraktionsvize Keuter: Chrupalla begrüßt "freiwilligen" Schritt / Foto: © AFP/Archiv

AfD-Parteichef Tino Chrupalla hat die Entmachtung von Fraktionsvize Stefan Keuter im Zuge von Vorwürfen der Vetternwirtschaft begrüßt und als freiwilligen Schritt dargestellt. Keuter habe "freiwillig gesagt, dass er nicht mehr für Personal zuständig sein möchte", sagte Chrupalla am Dienstag den Sendern RTL und ntv. "Er hat, was die Mitarbeiterinnen angeht, Konsequenzen gezogen. Das ist erstmal zu begrüßen und das Weitere wird die Fraktion jetzt beschließen."

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Keuter soll in seinem Bundestagsbüro seine eigene Partnerin beschäftigt haben. Am Montagabend hatte die Bundestagsfraktion der Partei mitgeteilt, dass der Vorstand auf seiner Sitzung "seine Geschäftsverteilung geändert und die Zuständigkeit für die Personalabteilung vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Stefan Keuter auf den Parlamentarischen Geschäftsführer Peter Felser übertragen" habe.

Chrupalla betonte, es gebe in der Sache "keine illegalen Anstellungen". Alle Fälle seien geprüft worden und rechtens. Gleichzeitig räumte er erneut ein, dass dies ein "Geschmäckle" habe. "Diesem Vorwurf wollen wir natürlich auch entgegentreten. Da wird es auch Konsequenzen von den jeweiligen Personen geben. Und das begrüßen wir."

AfD-Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann sagte am Dienstagvormittag in einem Pressegespräch ebenfalls, die Anstellungen seien geprüft worden und nach den Bundestagsregeln und dem Abgeordnetengesetz "völlig legal". Für sich selbst wolle die AfD dies aber "schärfer und präziser regeln". Keuter gehe da voran und habe mit seiner Entscheidung "ein Signal in die Fraktion gesendet". Darüber hinaus rege die AfD an, das Abgeordnetengesetz generell für alle entsprechend zu ändern.

Die Fraktionsspitze hatte sich vergangene Woche mit Keuters Fall befasst und ihm eine Frist gesetzt. Keuter hatte demnach bis Montag Zeit, "dem Fraktionsvorstand mitzuteilen, welche Konsequenzen er daraus zieht".

(L.Møller--DTZ)

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