Deutsche Tageszeitung - Trump nennt Iran "Reich des Bösen" und Ölpreise zweitrangig

Trump nennt Iran "Reich des Bösen" und Ölpreise zweitrangig


Trump nennt Iran "Reich des Bösen" und Ölpreise zweitrangig
Trump nennt Iran "Reich des Bösen" und Ölpreise zweitrangig / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Iran als das "Reich des Bösen" bezeichnet, das am Bau von Atomwaffen gehindert werden müsse. Die Ölpreise seien demgegenüber nur zweitrangig, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er äußerte sich nach einer Angriffswelle des Iran gegen Ölanlagen und Tanker in der Region. Danach stiegen die Ölpreise wieder über die 100-Dollar-Marke.

Textgröße ändern:

"Die Vereinigten Staaten sind mit großem Abstand der größte Ölproduzent der Welt, daher verdienen wir viel Geld, wenn die Ölpreise steigen", schrieb Trump. Von weitaus größerer Bedeutung sei es für ihn aber, "ein Reich des Bösen, den Iran, daran zu hindern, Atomwaffen zu besitzen und den Nahen Osten und tatsächlich die ganze Welt zu zerstören. Ich werde niemals zulassen, dass das geschieht!", schrieb Trump.

Der Präsident benutzte für den Iran den englischen Begriff "evil empire". Dieser wird dem früheren republikanischen Präsidenten Ronald Reagan zugeschrieben, der die Sowjetunion in einer Rede vom März 1983 als "Zentrum des Bösen in der Welt" bezeichnet hatte und damit den Kalten Krieg als moralischen Kampf zwischen Gut und Böse deutete. Die Reagan-Ansprache ist als "Reich des Bösen"-Rede in die Geschichtsbücher eingegangen.

Trump hat Reagan immer wieder als Vorbild bezeichnet. Allerdings weicht er in vielen Bereichen von Reagans Politik ab. So galt der frühere Präsident (1981 bis 1989) etwa als Vertreter des Freihandels, während Trump seinen Zollkonflikt mit den Handelspartnern vorantreibt.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht

Der Spritpreis steigt und steigt: Am Montag erreichte der Preis für Super E10 ein weiteres Allzeithoch: Der Liter kostete im Tagesdurchschnitt 2,286 Euro, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Das waren 1,3 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für Diesel stieg um 0,8 Cent auf 2,412 Euro pro Liter - und war damit nur noch 3,4 Cent vom Rekord aus dem April entfernt - damals kostete ein Liter Diesel 2,446 Euro im Tagesdurchschnitt.

Von Enteignungen bis Neubau: Wohnungsmangel dominiert Wahlkampf in Berlin

Der Wohnungsmangel in Berlin bestimmt kurz vor der Abgeordnetenhauswahl in der Bundeshauptstadt weiter den Wahlkampf. Während sich die Spitzenkandidaten von Linkspartei und Grünen, Elif Eralp und Werner Graf, am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" erneut für eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften aussprachen, machte sich CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers für eine Bebauung des Tempelhofer Felds stark. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach plädierte ebenfalls für Neubau, während AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker erneut forderte, geförderten Wohnraum bevorzugt an Berliner zu vergeben.

Institut: Demokratieabbau in den USA ist Vorbild für autoritäre Systeme weltweit

Der Abbau der Demokratie in den USA ist laut der Analyse eines international führenden Instituts ein Vorbild für politische Hardliner auf der ganzen Welt. "Wesentliche Indikatoren für die US-Demokratie, von der Pressefreiheit bis hin zur Unabhängigkeit der Justiz, sind auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren und das hallt weltweit nach", schrieb das in Stockholm ansässige Internationale Institut für Demokratie und Wahlhilfe (Idea) in seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht.

Stader Kreistag: CDU bleibt stärkste Fraktion, AfD wächst auf elf Mandate

Im neu gewählten Stader Kreistag verfügt die CDU über 18 und die SPD über zwölf Sitze. Die AfD erhöht ihre Mandate von drei auf elf. BSW und Volt ziehen erstmals mit je einem Sitz ein.

Textgröße ändern: