Deutsche Tageszeitung - US-Militär: Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet

US-Militär: Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet


US-Militär: Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet
US-Militär: Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet / Foto: © AFP/Archiv

Bei dem Absturz eines US-Tankflugzeugs über dem Westen des Irak sind nach Angaben der US-Armee vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Insgesamt seien sechs Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Freitag. Die Rettungsarbeiten nach Absturz am Donnerstag dauerten demnach an. Auch die Untersuchung zur Absturzursache laufe noch.

Textgröße ändern:

Das Centcom hatte bereits am Donnerstag erklärt, der Absturz des Flugzeugs vom Typ KC-135 sei nicht durch feindlichen Beschuss oder den versehentlichen Beschuss verbündeter oder der eigenen Truppen verursacht worden. Ein zweites Flugzeug, das in den Vorfall verwickelt gewesen sei, sei sicher gelandet.

Die iranische Armee hingegen teilte in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung mit, eine mit Teheran verbündete Gruppe im Irak habe das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Dabei sei die gesamte Besatzung getötet worden.

Das pro-iranische Allianz Islamischer Widerstand im Irak gab an, das US-Flugzeug abgeschossen zu haben. Die Gruppierung teilte mit, sie habe vergeblich versucht, ein weiteres Flugzeug anzugreifen

Die Maschine vom Typ KC-135 ist mindestens das vierte US-Flugzeug, das seit Beginn des Iran-Krieges abgestürzt ist. Anfang März waren drei US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen konnten sich aber per Schleudersitz retten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Pentagon-Chef: Oberster Führer des Iran "verletzt und wahrscheinlich entstellt"

Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt worden. "Wir wissen, dass der neue sogenannte, nicht ganz so oberste Führer verwundet und wahrscheinlich entstellt ist", sagte Hegseth am Freitag bei einer Pressekonferenz in Washington.

Debatten in Union über höheren Spitzensteuersatz verbunden mit Entlastungen

In CDU und CSU gibt es Debatten über einen höheren Spitzensteuersatz. Laut einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" besteht unter bestimmten Voraussetzungen Offenheit für einen Spitzensteuersatz von bis zu 49 Prozent. Dem widersprach allerdings am Freitag in Berlin Union-Fraktionsvize Mathias Middelberg. Hintergrund der Debatte sind entsprechende Vorschläge von Expertinnen und Experten sowie aus der SPD.

Deutschland könnte laut Studie Hauptziel von Iran-Flüchtenden werden

Sollte es im Zuge des Nahost-Krieges zu größeren Fluchtbewegungen kommen, könnte Deutschland einer Studie zufolge das Hauptzielland für Menschen aus dem Iran sein. Der am Freitag veröffentlichte Bericht der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) stellt dabei einen direkten Zusammenhang zu den schon bestehenden Verbindungen zwischen den beiden Ländern her. Demnach lag Deutschland Ende 2025 an der Spitze der Zielländer für iranische Geflüchtete.

Hochrangige Vertreter iranischer Führung nehmen an Kundgebung in Teheran teil - Medien: Eine Tote bei Explosion

Mehrere hochrangige Vertreter der iranischen Führung wie Präsident Massud Peseschkian und Sicherheitschef Ali Laridschani sind am Freitag öffentlich bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser in Teheran aufgetreten. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete wenig später, dass im Zentrum der iranischen Hauptstadt in der Nähe der Kundgebung mindestens eine Frau bei einer Explosion getötet worden sei. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Die israelische Armee hatte die Bevölkerung am Morgen aufgerufen, zwei Gebiete in der Nähe des Veranstaltungsortes zu verlassen.

Textgröße ändern: