Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: Großbritannien drängt zur "Deeskalation"

Iran-Krieg: Großbritannien drängt zur "Deeskalation"


Iran-Krieg: Großbritannien drängt zur "Deeskalation"
Iran-Krieg: Großbritannien drängt zur "Deeskalation" / Foto: © ROYAL THAI NAVY/AFP/Archiv

Nach Forderungen von US-Präsident Donald Trump, angesichts des Iran-Kriegs sollten andere Staaten für den Schutz der Schifffahrt durch die Straße von Hormus sorgen, hat ein britischer Regierungsvertreter zur "Deeskalation" in der Region gedrängt. Wichtig sei nun, "den Konflikt zu deeskalieren", sagte der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, am Sonntag der BBC. Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärt, London berate derzeit mit seinen Verbündeten und Partnern über "Optionen zur Sicherung der Schifffahrt in der Region".

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Nachdem Trump zunächst angekündigt hatte, die US-Kriegsmarine werde in Kürze mit der Eskortierung von Tankschiffen durch die Straße von Hormus beginnen, war er am Samstag umgeschwenkt. Stattdessen drängte er andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen, um die Schifffahrt durch die Meerenge abzusichern. Trump schrieb, "viele Länder" würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien.

Aus Japan kam am Sonntag eine abwehrende Reaktion. Ein Regierungsvertreter betonte, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Entsendung japanischer Marineschiffe seien "extrem hoch". Die Lage müsse angesichts des andauernden Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran zudem "mit großer Vorsicht betrachtet werden".

Ein Vertreter des südkoreanischen Präsidialamts sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP, Seoul verfolge Trumps Äußerungen genau und werde "das Thema in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten gründlich betrachten". Die Regierung erwäge "verschiedene Maßnahmen" um die Energie-Lieferrouten zu sichern.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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