Deutsche Tageszeitung - Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve

Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve


Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve
Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve / Foto: © AFP

Die Bundesregierung erwägt, eine strategische Gasreserve für den Notfall einzurichten. "Wir diskutieren, eine vom Markt abgetrennte gesicherte Reserve anzulegen", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag in Berlin. Wie diese ausgestaltet sein könne, werde "zurzeit durch Gutachten ermittelt". Zum Zeitpunkt einer möglichen Einrichtung einer solchen Reserve sagte Reiche, "auf jeden Fall so rechtzeitig wie möglich, dass man den nächsten Winter noch erreichen kann, wenn es darum geht, bestmögliche Sicherheit zu garantieren".

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Reiche kündigte einen "intensiven Dialog" mit der Öffentlichkeit und den potenziellen Betreibern an. Beides müsse sein, sagte Reiche: Ein "marktlich organisiertes Speichergeschäft, aber auch ein Notfallinstrument für exogene Schocks" wie den Iran-Krieg.

Reiche zufolge werden nun zunächst mögliche Modelle für ein solches Notfallinstrument verglichen, damit diese "nicht zu Marktverzerrungen" führt und so vom "normalen Einspeichergeschehen" abhält. Zudem müsse sich "preislich vernünftig organisiert werden", fuhr die Ministerin fort.

Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. Laut der Gasspeicher-Initiative Ines wird die Befüllung über den Sommer angesichts der seit Beginn des Iran-Kriegs gestiegenen Preise zur Herausforderung. Wegen der Preissteigerungen "fehlen dem Markt derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die Speicher", erklärten die Experten.

Reiche verwies am Dienstag darauf, dass es aber bereits Vorbuchungen für die Gasspeicher aus der Zeit vor Kriegsbeginn gebe, "die uns zunächst (...) ein gutes Fahrgefühl geben".

(V.Sørensen--DTZ)

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