Deutsche Tageszeitung - AfD-Spitze begrüßt Zusammenarbeit mit EVP im EU-Parlament

AfD-Spitze begrüßt Zusammenarbeit mit EVP im EU-Parlament


AfD-Spitze begrüßt Zusammenarbeit mit EVP im EU-Parlament
AfD-Spitze begrüßt Zusammenarbeit mit EVP im EU-Parlament / Foto: © AFP

Die AfD-Spitze hat die Absprachen zwischen ihrer Partei und der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament begrüßt. Es sei "positiv zu bewerten, dass im Europaparlament die Brandmauer gefallen ist", sagte AfD-Co-Chefin Alice Weidel am Dienstag in Berlin. Dadurch werde "vernünftige Politik" ermöglicht.

Textgröße ändern:

Weidel forderte die Union auf Bundesebene erneut auf, ihre "undemokratische Brandmauerpolitik" gegenüber der AfD "zu überdenken und den Wählerwillen einfach umzusetzen". Im EU-Parlament sei dies geschehen.

Die konservative EVP-Fraktion im EU-Parlament hatte sich bei der Arbeit an der Reform zur Verschärfung der Migrationspolitik vergangene Woche mit radikal rechten Parteien im Innenausschuss des Europaparlaments auf einen Gesetzestext geeinigt.

Im Vorfeld gab es ein Treffen von zuständigen Vertretern der EVP, der Patrioten für Europa (PfE), der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) und der Fraktion Europa Souveräner Nationen (ESN). Letztere wurde von einer AfD-Abgeordneten vertreten. Zudem soll es Absprachen in Chatgruppen gegeben haben.

Dass es derartige Chatgruppen auch zwischen der AfD und Unionspolitikern in Deutschland geben könnte, bestritt Weidel mit Verweis auf die Abgrenzung von CDU und CSU gegenüber ihrer Partei.

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla verwies darauf, dass in der EVP-Fraktion auch viele osteuropäische Staaten vertreten seien, "die natürlich einen ganz anderen Blick auf die Migrationspolitik auch ihrer Schwesterparteien wie zum Beispiel der CDU haben". Diese osteuropäischen Vertreter würden die Ansicht vertreten, "wenn hier gute Anträge auch von anderen Fraktionen gestellt werden - und genau das ist Demokratie - warum sollen wir denen nicht zustimmen?" Er hoffe, dass auch in Deutschland irgendwann "im Interesse Deutschlands parteiübergreifend guten Vorhaben zugestimmt" werde.

Anders als im Bundestag gibt es auf EU-Ebene keine Regierungskoalition. Die Mehrheiten sind von Gesetz zu Gesetz verschieden. Jahrelang war es üblich, dass sich EVP, Sozialdemokraten und Liberale auf einen Kompromiss einigen. Seit den Wahlen im vergangenen Jahr reichen der EVP auch die Stimmen der verschiedenen Rechtsfraktionen zu einer Mehrheit.

Auch die AfD hat der EVP bereits zu Mehrheiten verholfen. Eine organisierte Zusammenarbeit mit der AfD schloss EVP-Chef Manfred Weber jedoch immer wieder aus.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Weber am Montag persönlich zur Klärung der Vorgänge aufgefordert - und betont, dass er sich hier mit CSU-Chef Markus Söder einig sei: "Wir missbilligen das, was da offensichtlich auf Ebene von Mitarbeitern stattgefunden hat", sagte Merz.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Parlamentswahl in Schweden: Enges Rennen erwartet - Rechtspopulisten wollen in die Regierung

Wahl-Krimi in Schweden: Die Menschen in dem skandinavischen Land haben bei der Parlamentswahl am Sonntag darüber abgestimmt, ob das Mitte-rechts-Bündnis von Regierungschef Ulf Kristersson an der Macht bleibt oder ob die von den Sozialdemokraten angeführte Opposition das Ruder übernimmt. Beide Lager lagen in Umfragen zuletzt nahezu gleichauf. Im Falle eines Wahlsiegs des rechten Blocks könnten erstmals die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mitregieren.

Söder stellt sich hinter Merz: CSU-Chef schließt Kanzlersturz für seine Partei aus

Seit dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt steht CDU-Chef und Kanzler Friedrich Merz in den eigenen Reihen massiv unter Druck. Nun hat CSU-Chef Markus Söder Spekulationen über eine Ablösung als Regierungschef für seine Partei zurückgewiesen. Von der CSU werde "auf keinen Fall" ein Kanzlersturz betrieben, sagte er der "Bild am Sonntag". In der CDU rumorte es am Wochenende aber weiter, die SPD rief den Koalitionspartner auf, die Nerven zu behalten.

بزشكيان يؤكد رفض الاستسلام وسلطات إيران تعلن مقتل شخص في استهداف سفينة

أكد الرئيس الإيراني مسعود بزشكيان رفض بلاده الاستسلام للضغوط، فيما أعلنت السلطات الإيرانية مقتل شخص وإصابة ثلاثة في ضربة على سفينة تجارية قرب جزيرتَي هنجام وقشم الأحد.

Enges Rennen bei Parlamentswahl in Schweden erwartet - Andersson gibt Stimme ab

In Schweden ist heute ein neues Parlament gewählt worden. Kurz nach Öffnung der Wahllokale am Sonntag um 08.00 Uhr gab Oppositionsführerin Magdalena Andersson von den Sozialdemokraten ihre Stimme in Nacka südlich der Hauptstadt Stockholm ab. Bei der Wahl wird ein enges Rennen zwischen dem regierenden Mitte-rechts-Bündnis und der Opposition erwartet. Beide Lager lagen in Umfragen zuletzt nahezu gleichauf.

Textgröße ändern: