Deutsche Tageszeitung - Japans Regierungschefin will mit Trump "offen" über Iran-Krieg sprechen

Japans Regierungschefin will mit Trump "offen" über Iran-Krieg sprechen


Japans Regierungschefin will mit Trump "offen" über Iran-Krieg sprechen
Japans Regierungschefin will mit Trump "offen" über Iran-Krieg sprechen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wird am Donnerstag im Weißen Haus in Washington erwartet - und muss sich mit US-Präsident Donald Trump vermutlich über die jüngsten Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg auseinandersetzen. Japan ist eigentlich ein enger Verbündeter der USA. Es gehört wie Deutschland aber zu den westlichen Ländern, die sich Trumps Forderung nach einer Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz der Straße von Hormus im Iran-Krieg verweigerten.

Textgröße ändern:

Takaichi kündigte im Vorfeld des Treffens an, mit Trump "offen" über den Iran-Krieg und dessen negative Folgen für Japan zu sprechen. Das Land hängt bei 95 Prozent seiner Ölimporte vom Nahen Osten ab - 70 Prozent gehen durch die von den iranischen Revolutionsgarden de facto gesperrte Schifffahrtsstraße von Hormus. Weiteres Thema des Gesprächs soll nach Angaben von Takaichi eine mögliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bei der Förderung von Seltenen Erden aus den Tiefen der Ozeane sein.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Trump: China will bei Straße von Hormus helfen und Iran keine Waffen liefern

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat China Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus für Öl- und Gastransporte in Aussicht gestellt. Trump sagte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News laut vorab verbreiteten Auszügen vom Donnerstag, der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm mit Blick auf die Meerenge gesagt: "Wenn ich in irgendeiner Weise helfen kann, würde ich gerne helfen."

Xi warnt Trump bei Treffen in Peking vor Konflikt wegen Taiwan

Erst ein prunkvoller Empfang, doch dann schnell eine deutliche Warnung aus Peking: Die Taiwan-Frage hat am Donnerstag das Gipfeltreffen von US-Präsident Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking geprägt. Wenn diese "falsch gehandhabt" werde, könnten China und die USA "sogar in einen Konflikt geraten", sagte Xi. Weitere Themen waren der Iran- und der Ukraine-Krieg sowie der Handel zwischen den beiden Großmächten. Trump lud Xi zu einem Gegenbesuch ins Weiße Haus ein.

Israel und Libanon verhandeln in Washington erneut über Frieden

Im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind Vertreter der beiden Länder erneut in Washington zusammengekommen. Die dritte Gesprächsrunde seit Verkündung der Feuerpause vor fast einem Monat findet im US-Außenministerium statt, wie Diplomaten am Donnerstag mitteilten. Bei dem letzten Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen.

Protest gegen Premier: Britischer Gesundheitsminister Streeting tritt zurück

Aus Protest gegen die Amtsführung des britischen Premierministers Keir Starmer hat Gesundheitsminister Wes Streeting am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Er habe das Vertrauen in Starmers Führung verloren und es sei nun klar, "dass du die Labour-Partei nicht in die nächste Parlamentswahl führen wirst", schrieb Streeting im Onlinedienst X an Starmer gerichtet.

Textgröße ändern: