Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung

Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung


Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Raketenangriffen des Iran auf Ziele im Nahen Osten und darüber hinaus hat EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius massive Investitionen in der Luftverteidigung der europäischen Staaten gefordert. "Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren", sagte Kubilius der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Er sorge sich als Konsequenz des Iran-Krieges um die europäische Luftverteidigung, dies gelte insbesondere auch für die Ukraine, fügte der frühere litauische Ministerpräsident hinzu. "Wir reden von den Patriot-Systemen, die die Ukrainer dringend brauchen, die gerade aber am Golf sehr gefragt sind", sagte er.

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"Es wird dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen ist", erklärte er. "Deshalb müssen wir über europäische Raketenabwehr-Systeme nachdenken", betonte Kubilius. Hier könne die europäische Verteidigungsindustrie mit der Ukraine zusammenarbeiten. Kiew suche nach Partnern in Europa. "Sie sind sehr schnell und innovativ in der Entwicklung geworden", fügte Kubilius hinzu.

Europa müsse auch bei der möglichen Bedrohung durch Russland vom Beispiel Ukraine lernen, sagte der EU-Kommissar. "Sollten wir 2029 oder 2030 eine russische Aggression erleben, treffen wir auf eine kampferprobte Armee, die stärker ist als 2022 und in der Lage ist, Millionen von Drohnen einzusetzen", warnte Kubilius. Hier habe die Ukraine anders als die europäischen Staaten Kriegserfahrungen, sowohl industriell als auch auf dem Schlachtfeld. Der EU-Kommissar forderte die Mitgliedsstaaten auf, rasch die Milliardenhilfe für die Ukraine freizugeben: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es für Europa viel teurer wird, wenn die Ukraine sich nicht gegen Russland behauptet", mahnte der litauische Konservative.

(N.Loginovsky--DTZ)

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