Deutsche Tageszeitung - Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus

Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus


Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus
Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus / Foto: © AFP

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa setzt ihre Pläne für eine internationale Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes vorerst aus. Nasa-Chef Jared Isaacman erklärte am Dienstag, die Behörde wolle das Projekt "Gateway in seiner derzeitigen Form pausieren". Daran ist unter anderem die europäische Raumfahrtagentur ESA beteiligt. Weitere Partner sind Kanada, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Textgröße ändern:

Stattdessen plant die Nasa laut Isaacman, "den Schwerpunkt auf Infrastruktur zu verlagern, die dauerhafte Operationen auf der (Mond-)Oberfläche ermöglicht". Nach den bisherigen Plänen sollten Astronauten zwischen 30 und 60 Tagen auf der Raumstation bleiben. Gateway sollte zudem als Zwischenstation für zukünftige Reisen zum viel weiter entfernten Planeten Mars dienen.

Die Raumstation gehört zum Artemis-Programm der Nasa, mit dem die USA unter Präsident Donald Trump erstmals seit gut 50 Jahren wieder Menschen auf den Mond bringen wollen. Nach einer Reihe technischer Probleme hatte die Nasa das Programm zuletzt abgespeckt. Offiziell hält die Raumfahrtbehörde weiter am Ziel fest, Menschen bis 2028 auf den Mond zu bringen. Das Datum gegen Ende von Trumps zweiter Amtszeit scheint jedoch zunehmend fraglich.

Ab dem 1. April öffnet sich zunächst das Zeitfenster für den Start der Artemis-2-Mission Richtung Mond. Vier Astronauten sollen zehn Tage lang in einer Orion-Kapsel den Mond umrunden, jedoch nicht auf dem Erdtrabanten landen. Es wäre der erste bemannte Mond-Flug seit Apollo 17 im Jahr 1972. Der eigentlich für Februar geplante Start hatte sich wegen Pannen verzögert.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Großbritannien: Burnham uneinholbar vorne in Verfahren um Starmer-Nachfolge

Im Verfahren um die Nachfolge des britischen Labour-Chefs und Premierministers Keir Starmer hat Andy Burnham sich die Unterstützung von weiteren Labour-Abgeordneten und damit einen uneinholbaren Vorsprung im Führungsrennen gesichert. Der weiterhin einzige Kandidat um die Nachfolge Starmers erhielt bis Montagnachmittag die Stimmen von 349 der 403 Labour-Abgeordneten, wie die öffentliche Zählung der Partei zeigte. Somit wäre es für jeden anderen Kandidaten unmöglich, die 81 Stimmen für einen Einstieg ins Führungsrennen zu bekommen.

US-Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran

Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge in der dritten Nacht in Folge Angriffe auf den Iran gestartet. Die Angriffswelle habe um 16.45 Uhr (22.45 Uhr MESZ) begonnen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. "Diese Angriffe werden den iranischen Streitkräften weiterhin hohe Kosten auferlegen und ihre Fähigkeit schwächen, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen", erklärte Centcom weiter.

Kolumbianer erschossen: Zweiter Toter bei ICE-Einsatz binnen einer Woche

Zum zweiten Mal binnen einer Woche ist ein Mensch bei einem Einsatz der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Politikern in der Stadt Biddeford im Bundesstaat Maine im Nordosten des Landes. Bei dem Opfer handelt es sich laut Hilfsorganisationen um einen 26-jährigen Kolumbianer.

US-Armee: Blockade iranischer Häfen beginnt am Dienstagabend

Die US-Armee beginnt die erneute Blockade iranischer Häfen nach eigenen Angaben am Dienstagabend. Die US-Streitkräfte würden die Blockade ab dem 14. Juli um 22.00 Uhr wieder aufnahmen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor diese Maßnahme sowie eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormus transportierten Güter angekündigt.

Textgröße ändern: