Deutsche Tageszeitung - Söder gegen Abschaffung von kostenloser Krankenversicherung für Ehepartner

Söder gegen Abschaffung von kostenloser Krankenversicherung für Ehepartner


Söder gegen Abschaffung von kostenloser Krankenversicherung für Ehepartner
Söder gegen Abschaffung von kostenloser Krankenversicherung für Ehepartner / Foto: © AFP/Archiv

CSU-Chef Markus Söder hat Plänen für eine Abschaffung der kostenlosen Kranken-Mitversicherung für Ehepartner eine Absage erteilt. "Eine Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner käme für die CSU nicht infrage", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. "Das wäre ein vollkommen falsches Signal an die Menschen in unserem Land, warnte er. "Es ist völlig absurd, in diesen herausfordernden Zeiten unsere Familien zusätzlich zu belasten."

Textgröße ändern:

Der bayerische Ministerpräsident forderte, sich bei der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf die stark gestiegenen Gesundheitsausgaben zu konzentrieren. "Statt minimale Mehreinnahmen zulasten der Familien zu generieren, müssen die Ausgaben der Kassen runter", betonte Söder. "Was wir brauchen, ist ein umfassendes Reformpaket, das nicht einseitig einzelne Gruppen unserer Gesellschaft benachteiligt."

Zuvor hatte das "Handelsblatt" unter Berufung auf Koalitionskreise über angebliche Überlegungen in der Bundesregierung berichtet, die kostenlose Mitversicherung für nicht berufstätige Ehepartner abzuschaffen. Wer bisher kostenlos mitversichert war, würde demnach künftig einen Mindestsatz von etwa 225 Euro im Monat zahlen. Ausnahmen soll es demnach für Menschen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen geben.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wollte die Berichte nicht kommentieren. Sie verwies stattdessen auf die von ihr eingesetzte Expertenkommission, die Vorschläge zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge präsentieren soll. Dies ist für Montag geplant.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die hohen Kosten für die Renovierung seines Amtssitzes, des Berliner Schlosses Bellevue verteidigt. Ohne die Sanierung könne das Gebäude "in dieser Form nicht länger als repräsentativer Sitz genutzt werden", sagte Steinmeier am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview". Er wies darauf hin, dass der Bau 250 Jahre alt sei.

Trump-Verbündeter und Russland-Kritiker Lindsey Graham im Alter von 71 Jahren gestorben

Lindsey Graham, prominenter US-Senator und außenpolitischer Hardliner gegenüber dem Iran und Russland, ist tot. Der eng mit US-Präsident Donald Trump verbündete republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach "kurzer und plötzlicher Krankheit" gestorben, teilte sein Büro mit. Trump äußerte seine Trauer, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj würdigten Graham als Verbündeten ihrer Länder.

Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Reformpaket der schwarz-roten Koalition gelobt. "Endlich ist etwas passiert, es ist aus meiner Sicht auch Wichtiges passiert", sagte Steinmeier am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview". Verglichen mit dem Fußball könne man sagen: "Die Koalition habe gerade die reine Defensive verlassen und ist ins Vorwärtsspiel gekommen", fügte das Staatsoberhaupt hinzu.

Merz: Verstorbener US-Senator Graham war ein Freund Deutschlands

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den einflussreichen verstorbenen US-Senator Lindsey Graham als Unterstützer Deutschlands und der Nato gewürdigt. "US-Senator Lindsey Graham war ein wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis", erklärte Merz am Sonntag im Onlinedienst X. "Mehr als vier Jahrzehnte haben wir Seite an Seite gestanden. Ich werde ihn vermissen", fügte der Kanzler hinzu.

Textgröße ändern: