Deutsche Tageszeitung - Fifa-Präsident Infantino bestätigt WM-Teilnahme des Iran

Fifa-Präsident Infantino bestätigt WM-Teilnahme des Iran


Fifa-Präsident Infantino bestätigt WM-Teilnahme des Iran
Fifa-Präsident Infantino bestätigt WM-Teilnahme des Iran / Foto: © AFP

Trotz des Iran-Krieges soll die iranische Nationalmannschaft nach Angaben der Fifa an der Fußball-WM der Männer teilnehmen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. "Der Iran wird bei der Weltmeisterschaft dabei sein", sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP während eines Freundschaftsspiels zwischen dem Iran und Costa Rica im türkischen Antalya.

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Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt - die iranischen Vorrundenspiele sollten bislang in den USA stattfinden. Angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Mannschaft den Verzicht auf die Teilnahme nahegelegt. Er begründete dies mit Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler.

Daraufhin gab der iranische Fußballverband bekannt, Gespräche mit der Fifa über eine mögliche Verlegung der iranischen Vorrundenspiele nach Mexiko zu führen. Ihr Land sei bereit, die iranischen Spiele auszurichten, hatte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärt.

Zu der Frage, ob eine entsprechende Verlegung nach Mexiko tatsächlich stattfindet, äußerte sich der Fifa-Präsident am Dienstag nicht. Er freue sich über die Teilnahme der iranischen Mannschaft, denn "sie sind eine sehr, sehr starke Mannschaft", sagte Infantino.

Die iranische Nationalmannschaft soll nach bisherigem Plan in Los Angeles auf Neuseeland und Belgien treffen, gefolgt von einem Spiel gegen Ägypten in Seattle. Das Quartier der Mannschaft soll sich demnach in Tucson im US-Bundesstaat Arizona befinden.

Am 28. Februar hatten die USA und Israel mit Luftangriffen auf den Iran begonnen, bei denen der damalige oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, sowie weitere ranghohe Mitglieder der iranischen Führung getötet wurden. Der Iran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion.

(M.Travkina--DTZ)

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