Deutsche Tageszeitung - Sicherheitskreise: UN-Soldat im Libanon starb durch israelischen Beschuss

Sicherheitskreise: UN-Soldat im Libanon starb durch israelischen Beschuss


Sicherheitskreise: UN-Soldat im Libanon starb durch israelischen Beschuss
Sicherheitskreise: UN-Soldat im Libanon starb durch israelischen Beschuss / Foto: © AFP

Der am Sonntag im Südlibanon getötete Blauhelmsoldat ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen der Vereinten Nationen (UNO) durch israelischen Beschuss gestorben. Im Zuge der Ermittlungen seien "Beweise" dafür gefunden worden, dass der indonesische Soldat durch den Beschuss eines israelischen Panzers auf eine Stellung der UN-Mission Unifil getötet wurde, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus den Sicherheitskreisen.

Textgröße ändern:

Nachdem in den vergangenen Tagen insgesamt drei Blauhelmsoldaten im Südlibanon getötet worden waren, kam der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Der indonesische Unifil-Soldat war am Sonntag in der Nähe der libanesischen Stadt Adschit al-Kusair nahe der Grenze zu Israel bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Dort seien "Trümmerteile einer Panzergranate" gefunden worden, hieß es weiter aus den Sicherheitskreisen.

Am Montag wurden dann bei einer erneuten Explosion im Südlibanon zwei weitere Soldaten aus Indonesien getötet. Nach Unifil-Angaben wurden bei dem zweiten Vorfall zudem zwei weitere ihrer Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer. Die Explosion sei möglicherweise durch eine Landmine ausgelöst worden.

Die Unifil ist seit Jahrzehnten im Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch rund 200 Bundeswehrsoldaten beteiligt, welche die libanesische Seegrenze überwachen und libanesische Marinesoldaten ausbilden. Zehn europäische Länder und die EU riefen am Dienstag alle Parteien im Konfliktgebiet auf, die "Sicherheit und Unversehrtheit" der Unifil-Friedensmission zu gewährleisten.

Die israelische Armee erklärte, die Vorfälle würden "gründlich überprüft, um die Umstände zu klären und festzustellen, ob sie durch Aktivitäten der Hisbollah" oder der israelischen Streitkräfte verursacht worden seien.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: