Deutsche Tageszeitung - Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Akw Buschehr - Russland zieht 200 Arbeiter ab

Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Akw Buschehr - Russland zieht 200 Arbeiter ab


Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Akw Buschehr - Russland zieht 200 Arbeiter ab
Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Akw Buschehr - Russland zieht 200 Arbeiter ab / Foto: © Satellite image ©2026 Vantor/AFP/Archiv

Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien am Samstag erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Dabei sei in der Nähe der Anlage ein Sicherheitsmann getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. An den Atominstallationen seien keine Schäden entstanden. Russland zog nach eigenen Angaben nach dem Angriff rund 200 Arbeiter von dem Atomkraftwerk ab.

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"Nach den kriminellen Angriffen" sei "am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr ein Geschoss in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr" eingeschlagen, berichtete Irna. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen Sicherheitsmann der Anlage. Das Atomkraftwerk war seit Beginn des Iran-Krieges bereits mehrmals von den USA und Israel angegriffen worden. Es verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war.

Wenige Stunden nach dem Angriff erklärte Moskau, dass 198 russische Arbeiter von dem Atomkraftwerk abgezogen worden seien. "Etwa 20 Minuten nach dem verhängnisvollen Angriff fuhren Busse vom Busbahnhof Buschehr in Richtung der iranisch-armenischen Grenze ab", erklärte der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass. Es seien 198 Arbeiter in Sicherheit gebracht worden - "das ist die größte Evakuierung".

Russland war an dem Bau des Akw in Buschehr beteiligt, russische Techniker unterstützten den Betrieb vor Ort. Bereits Ende März waren gut 160 russische Arbeiter nach US-israelischen Angriffen von dem Gelände fortgebracht worden. Die nun erfolgte Evakuierung von weiteren 198 Arbeitern sei bereits vor dem Angriff am Samstag geplant gewesen, erklärte Lichatschow.

Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Iran-Krieg.

(M.Travkina--DTZ)

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