Deutsche Tageszeitung - Russland und Ukraine tauschen je 175 Kriegsgefangene aus - Feuerpause in Kraft

Russland und Ukraine tauschen je 175 Kriegsgefangene aus - Feuerpause in Kraft


Russland und Ukraine tauschen je 175 Kriegsgefangene aus - Feuerpause in Kraft
Russland und Ukraine tauschen je 175 Kriegsgefangene aus - Feuerpause in Kraft / Foto: © COORDINATION HEADQUARTERS FOR THE TREATMENT OF PRISONERS OF WAR/AFP

Russland und die Ukraine haben kurz vor einer Feuerpause über das orthodoxe Osterfest erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei. Unterdessen trat die von Kreml-Chef Wladmir Putin angekündigte Feuerpause über das orthodoxe Osterfest in Kraft.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kam der Austausch unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate zustande. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar 2022 haben Moskau und Kiew bereits mehrfach Kriegsgefangene ausgetauscht.

Der Austausch von Kriegsgefangenen ist eines der wenigen Ergebnisse von Gesprächen unter US-Vermittlung zwischen den beiden Konfliktparteien zur Beendigung des Kriegs. Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten, da die USA derzeit den Fokus auf den Iran legen.

Die Feuerpause über das orthodoxe Osterfest gilt wie von Putin am Donnerstag mitgeteilt seit Samstag, 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) "bis zum Ende des Tages am 12. April". Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, "die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen", wurde in Moskau mitgeteilt.

Eine Woche zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schon einen solchen Feuerpausen-Vorschlag gemacht. Er erklärte am Samstag die Bereitschaft seines Landes zur Einhaltung der Feuerpause. Auf etwaige Verstöße Moskaus werde die Ukraine jedoch "strikt genauso" reagieren, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X. Solange es keine "russischen Angriffe aus der Luft, zu Lande oder zur See gibt, wird es keine Reaktion von unserer Seite geben", fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr hatte Russland ebenfalls eine Feuerpause über Ostern verkündet. Beide Seiten beschuldigten sich anschließend, diese nicht eingehalten zu haben.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Grüne fordern Koalition zu Rücknahme von Heizungsgesetz auf - vor Anhörung im Bundestag

Vor der Expertenanhörung im Bundestag zum neuen Heizungsgesetz haben die Grünen die Koalition zur Umkehr aufgefordert. Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, verwies am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP auf zwei Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags, wonach die Vorlage grundgesetzwidrig sein könnte. Der Entwurf sei eine "konzeptlose Mogelpackung", sagte Kellner. "Die Stellungnahmen der Sachverständigen sind verheerend für Union und SPD."

Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien

Nach dem Wahlsieg des Rechtsaußen-Kandidaten Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist es in dem südamerikanischen Land zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. In Kolumbiens drittgrößter Stadt Cali setzten Demonstranten am Sonntagabend US-Fahnen in Brand und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, einige Protestierer warfen Steine.

USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt. Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine sichere Schifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde.

US-Diplomat: Verhandlungen mit iranischer Delegation in der Schweiz gehen weiter

Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz eines Streits um Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Es werde erwartet, dass die Gespräche die Nacht über fortgesetzt würden.

Textgröße ändern: