Deutsche Tageszeitung - Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von Hormus

Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von Hormus


Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von Hormus
Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von Hormus / Foto: © NASA Earth Observatory/AFP/Archiv

Der Iran hat Angaben des US-Militärs dementiert, wonach am Samstag zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchquerten. Die entsprechenden Angaben des für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom würden "scharf zurückgewiesen", erklärte der iranische Armeesprecher Ebrahim Zolfaghari am Samstagabend nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Entscheidung über die Durchfahrt von welchem Schiff auch immer liegt bei den Streitkräften der Islamischen Republik des Irans", betonte er.

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Zuvor hatte das US-Militärkommando Centcom erklärt, dass zwei Kriegsschiffe am Samstag die Straße von Hormus durchquert hätten. Damit sollten Vorbereitungen dafür getroffen werden, dass die wichtige Seefahrtstraße von Minen geräumt werden könne. Die beiden US-Kriegsschiffe seien Teil einer "umfassenderen Mission, die sicherstellen soll, dass die Straße vollständig von den zuvor von den iranischen Revolutionsgarden verlegten Seeminen befreit wird", hieß es in der Centcom-Erklärung weiter.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, sein Land habe mit dem "Prozess zur Freigabe der Straße von Hormus" begonnen. In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er am Samstag: "Wir beginnen jetzt den Prozess, die Straße von Hormus freizuräumen, als Gefälligkeit für Länder auf der ganzen Welt, einschließlich China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und viele andere." Trump fügte hinzu: "Unglaublicherweise haben sie nicht den Mut oder den Willen, die Arbeit selbst zu erledigen."

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

(L.Møller--DTZ)

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