Deutsche Tageszeitung - Nach scharfer Kritik: Trump löscht KI-Bild von sich als Jesus

Nach scharfer Kritik: Trump löscht KI-Bild von sich als Jesus


Nach scharfer Kritik: Trump löscht KI-Bild von sich als Jesus
Nach scharfer Kritik: Trump löscht KI-Bild von sich als Jesus / Foto: © AFP

Das ging selbst eingefleischten Anhängern von US-Präsident Donald Trump zu weit: Nach Vorwürfen der Gotteslästerung hat Trump ein Bild in Online-Netzwerken löschen lassen, das ihn als Jesus Christus zeigt. Das am Sonntag auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlichte und mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Bild zeigte Trump, der einem Kranken die Hand auflegt, während Licht aus seinen Händen strahlt.

Textgröße ändern:

Trump erklärte, er habe das Bild selbst veröffentlicht. Allerdings bestritt er, dass die Darstellung an Jesus Christus erinnern sollte, obwohl es klassische Elemente christlicher Bildgestaltung enthielt. Dazu zählten das Motiv der Heilung des Kranken, das wallende weiße Gewand mit rotem Umhang, das Trump auf dem KI-Bild trug sowie der Lichterkranz um seinen Kopf.

"Es sollte mich als Arzt darstellen, der Menschen gesund macht", behauptete Trump. Denn er mache "Menschen sehr viel gesünder". Das Bild habe ihn an das Rote Kreuz erinnert.

Die Veröffentlichung löste einen Sturm der Entrüstung in Trumps eigenem Lager aus. "Ich weiß nicht, ob der Präsident dachte, er sei witzig, oder ob er unter dem Einfluss irgendeiner Droge steht, oder welche mögliche Erklärung er für diese ungeheuerliche Blasphemie haben könnte", schrieb etwa die Trump-nahe Podcasterin und Kommentatorin Megan Basham auf X. Zahlreiche weitere Nutzer riefen den Präsidenten auf, das Bild zu löschen.

Das Weiße Haus hatte bereits in der Vergangenheit zahlreiche KI-generierte Bilder Trumps verbreitet. Darunter war eines, das ihn als Papst zeigt. Die neue Veröffentlichung als Jesus Christus erfolgte, nachdem Trump Papst Leo XIV. wegen seiner Friedensappelle im Iran-Krieg scharf kritisiert hatte. Eine Entschuldigung beim Papst, der selbst aus den USA stammt, lehnte der Präsident ab.

Das nun gelöschte Bild spielte ebenfalls auf den Iran-Krieg an. Im Lichterschein von Trumps Kopf waren Kampfflugzeuge, eine riesige US-Flagge und Adler zu sehen, als Symbol der Stärke der Vereinigten Staaten.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Gegenseitige Angriffe zwischen Israel und Hisbollah gehen weiter

Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon seit Jahrzehnten gehen die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Hisbollah feuerte nach Angaben der israelischen Armee am Mittwochmorgen dutzende Raketen auf den Norden Israels ab. Israel beschoss laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zwei Fahrzeuge südlich von Beirut. Auch weitere Ziele im Libanon wurden laut NNA angegriffen.

Dobrindt plant höhere Besoldung für Bundesbeamte - Mehrbelastung für Haushalt

Zur Umsetzung von Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts plant Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine höhere Besoldung von Beamtinnen und Beamten des Bundes. Das Innenministerium legte dazu einen Gesetzentwurf vor, der den Haushalt des Bundes zusätzlich voraussichtlich in diesem Jahr mit 3,39 Milliarden Euro und 2027 mit 3,52 Milliarden Euro belastet. Rückwirkend für das vergangene Jahr kommen noch einmal gut 707 Millionen Euro hinzu.

Spritpreis-Taskforce: Herausforderungen durch Iran-Krieg werden steigen

Die von der Regierungskoalition eingerichtete Spritpreis-Taskforce hat am Mittwoch die Bereitschaft zu weiteren möglichen Maßnahmen angesichts der Folgen des Iran-Kriegs bekräftigt. "Die Herausforderungen werden steigen", sagte der Ko-Chef der Taskforce, Sepp Müller (CDU), am Morgen in Berlin. Wenn es gegebenenfalls notwendig sei, sollten weitere Maßnahmen "im Schnellverfahren" auf den Weg gebracht werden.

Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran

Eine in Frankreich inhaftierte Iranerin ist nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens zurück in ihrer Heimat. "Mahdieh Esfandiari, eine palästinensische Aktivistin, ist nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Frankreich in den Iran zurückgekehrt", berichtete das Staatsfernsehen am Mittwoch.

Textgröße ändern: