Deutsche Tageszeitung - Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran

Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran


Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran
Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran / Foto: © AFP

Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine "schwere Verletzung" der "Souveränität und territorialen Integrität" des Iran dar. Die "rechtswidrige" Blockade sei außerdem "eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts", schrieb Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani in einem an UN-Generalsekretär António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) vorlag.

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Iravani schrieb weiter, die US-Teilblockade "stellt eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dar und verschärft offensichtlich das Eskalationsrisiko in einer bereits hochgradig instabilen Region." In einem zweiten Brief rief er zudem die Länder der Region, die US-Militärstützpunkte beherbergen, dazu auf, "ihre völkerrechtswidrigen Handlungen einzustellen". Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien sollten "Entschädigung für alle materiellen und moralischen Schäden leisten", schrieb Irans UN-Botschafter.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Beginn der Teilblockade verkündet. Mehr als 15 US-Kriegsschiffe beteiligten sich nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters in Washington an der Blockade. Trump hatte die Maßnahme nach dem Scheitern der direkten Verhandlungen mit dem Iran am Wochenende in Pakistan angekündigt. Als Grund nannte der US-Präsident Teherans Weigerung, Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu machen.

Guterres hatte am Montag "alle Parteien" im Iran-Krieg dazu aufgefordert, eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse "die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus" respektiert werden.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

(U.Beriyev--DTZ)

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