Deutsche Tageszeitung - Merz reist am Freitag zu Gesprächen über mögliche Hormus-Mission nach Paris

Merz reist am Freitag zu Gesprächen über mögliche Hormus-Mission nach Paris


Merz reist am Freitag zu Gesprächen über mögliche Hormus-Mission nach Paris
Merz reist am Freitag zu Gesprächen über mögliche Hormus-Mission nach Paris / Foto: © POOL/AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist am Freitag zu Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach Paris. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Zu den Gesprächen haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer eingeladen.

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Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Die Gespräche in Paris sollen am Freitagnachmittag beginnen. Macron und Starmer wollen sie gemeinsam von Paris aus leiten, die meisten Teilnehmer sollten per Videokonferenz zugeschaltet werden.

Das französische Präsidialamt hatte am Dienstag erklärt, an den Gesprächen würden Staaten teilnehmen, "die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen". Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, "sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben".

Ein Sprecher Starmers sagte am Dienstag, das Treffen solle "die Arbeiten an einem koordinierten, unabhängigen und multinationalen Plan zum Schutz der internationalen Schifffahrt nach Beendigung des Konflikts vorantreiben". Der britische Premier hatte am Montag gesagt, zu den Gesprächen seien mehr als 40 Staaten eingeladen worden. Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot sagte, an vorbereitenden Beratungen hätten "mehrere dutzend Länder" teilgenommen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag nach US-iranischen Gesprächen in Pakistan zunächst eine bevorstehende Freigabe der Straße von Hormus verkündet. Einen Tag später verkündete er jedoch eine US-Blockade der Meerenge für alle Schiffe, die iranische Häfen ansteuern. Diese trat am Montag in Kraft.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt werden, de facto gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.

(P.Hansen--DTZ)

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