Deutsche Tageszeitung - Australien plant Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP

Australien plant Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP


Australien plant Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP
Australien plant Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP / Foto: © AFP/Archiv

Australien will seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. Bis 2033 sollen sie auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, wie die Regierung in Canberra am Donnerstag mitteilte. Die bisherigen Planungen sahen vor, die Militärausgaben bis dahin auf 2,3 Prozent des BIP anzuheben.

Textgröße ändern:

"Internationale Normen, die einst den Einsatz von Gewalt und militärischem Zwang einschränkten, werden immer weiter ausgehöhlt", erklärte Verteidigungsminister Richard Marles. "Heute sind mehr Länder in Konflikte verwickelt als jemals zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs."

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Forderungen von US-Präsident Donald Trump an die Verbündeten der Vereinigten Staaten, mehr Geld in ihre Verteidigung zu investieren.

Um das neue Ziel zu erreichen, muss Australien nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den kommenden zehn Jahren gut 32 Milliarden Euro mehr ausgeben als bislang geplant. Zugleich änderte die Regierung die Berechnungsweise des Verteidigungshaushalts, um sie an eine Nato-Definition anzupassen, die auch Posten wie Pensionen von Soldaten einbezieht.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Nach CDU-Wahldesaster in Sachsen-Anhalt: Landesvorstand zieht Konsequenzen

Nach dem Debakel der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zieht der Landesvorstand der Partei Konsequenzen. "Wir werden die Partei neu aufstellen", sagte Ministerpräsident und CDU-Landeschef Sven Schulze am Montagabend nach einer Vorstandssitzung in Magdeburg. Auf einem Sonderparteitag voraussichtlich im November oder Dezember "wird der gesamte Landesvorstand neu gewählt".

Tausende demonstrieren in Berlin nach AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben in Berlin tausende Menschen gegen den Wahlsieger AfD protestiert. Zu einer Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin kamen am Montagabend rund 5000 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Das Netzwerk Campact, das zusammen mit Fridays for Future unter dem Motto "Zeit zum Handeln: AfD stoppen" zum Protest in Berlin aufgerufen hatte, nannte die Zahl von 14.000 Teilnehmern.

Finnland errichtet 200 Kilometer langen Zaun an Grenze zu Russland

Zur Abschreckung von illegalen Migranten aus Russland hat Finnland einen 200 Kilometer langen Zaun an der gemeinsamen Grenze errichtet. Dieser sei Bestandteil der Grenzsicherung und solle neben einer Überwachung auch dabei helfen, "Menschen bei Bedarf vom finnischen Hoheitsgebiet fernzuhalten", sagte Innenministerin Mari Rantanen am Montag bei einer Veranstaltung nahe des Grenzübergangs Nuijamaa im Südosten des Landes. Der Stacheldrahtzaun ist 4,5 Meter hoch und mit Kameras und Sensoren ausgestattet.

Roboter demonstrieren in Warschau für Regulierung von Künstlicher Intelligenz

Ungewöhnlicher Protest in Warschau: Rund 30 Roboter haben am Montag vor dem polnischen Digitalministerium für eine Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt demonstriert. Sie schwenkten Fahnen, "skandierten" Parolen und marschierten im Kreis. Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative Democratism, die ihrer Website zufolge eine Debatte darüber anstoßen will, "wie KI und Robotisierung den Arbeitsmarkt betreffen".

Textgröße ändern: