Deutsche Tageszeitung - Trackingdaten: Drei beladene Öltanker haben Straße von Hormus seit US-Blockade verlassen

Trackingdaten: Drei beladene Öltanker haben Straße von Hormus seit US-Blockade verlassen


Trackingdaten: Drei beladene Öltanker haben Straße von Hormus seit US-Blockade verlassen
Trackingdaten: Drei beladene Öltanker haben Straße von Hormus seit US-Blockade verlassen / Foto: © AFP

Drei mit Rohöl beladene iranische Öltanker haben laut Schifffahrts-Trackingdaten seit Beginn der US-Blockade von iranischen Häfen die Straße von Hormus verlassen. Die mit US-Sanktionen belegten Tanker "Deep Sea", "Sonia I" und "Diona" seien am Mittwoch aus der Meerenge herausgefahren, nachdem sie auf der iranischen Insel Charg betankt worden seien, erklärte das Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Kpler habe dies "anhand von Satellitenbildern" nachweisen können.

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Nachdem am vergangenen Wochenende erste Verhandlungen zwischen Vertretern des Iran und der USA ohne Ergebnis zu Ende gegangen waren, hatte US-Präsident Donald Trump eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus verhängt.

Das US-Militär erklärte am Mittwoch, es habe in den ersten zwei Tagen seiner Blockade zehn Schiffe abgefangen. Kein Schiff habe die Blockade durchbrochen, betonte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom.

Diese Aussage steht allerdings im Widerspruch zu den Schifffahrts-Trackingdaten: Laut Kpler passierten mindestens sieben in Verbindung zum Iran stehende Schiffe die Meerenge, seitdem die Blockade am Montag in Kraft getreten ist, darunter die drei bereits genannten Tanker, die in iranischen Häfen mit Rohöl betankt wurden.

Zwei weitere sanktionierte iranische Containerschiffe verließen die Straße von Hormus ebenfalls Anfang dieser Woche, machten jedoch in der Nähe der pakistanischen Grenze eine Kehrtwende und wurden zuletzt in der Nähe des iranischen Hafens Tschabahar gesichtet. Zwei sanktionierte Frachtschiffe passierten demnach die Meerenge in entgegengesetzter Richtung und wurden zuletzt in der Nähe des iranischen Hafens Bandar Abbas gesichtet.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, bereits de facto durch die iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.

(O.Zhukova--DTZ)

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