Deutsche Tageszeitung - Malis Armee meldet Kämpfe gegen "terroristische Gruppen" in Hauptstadt und anderen Orten

Malis Armee meldet Kämpfe gegen "terroristische Gruppen" in Hauptstadt und anderen Orten


Malis Armee meldet Kämpfe gegen "terroristische Gruppen" in Hauptstadt und anderen Orten
Malis Armee meldet Kämpfe gegen "terroristische Gruppen" in Hauptstadt und anderen Orten / Foto: © AFP/Archiv

Die Armee in Mali hat sich nach eigenen Angaben am Samstag Kämpfe mit bewaffneten Gruppen in der Hauptstadt Bamako und an anderen Orten geliefert. Vorausgegangen seien Angriffe dieser "terroristischen Gruppen" auf Kasernen, teilte die Armee mit. Augenzeugen berichteten von Kämpfen in Bamako und anderen Städten des westafrikanischen Landes.

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Die Bewaffneten hätten ihre Angriffe am frühen Morgen ausgeführt, hieß es in der Erklärung der Armee. Um wen es sich dabei handele, sei noch unklar. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erklärte, sie habe die Stadt Kidal im Norden des Landes eingenommen. Für die Angriffe in anderen Städten übernahm zunächst keine Gruppierung die Verantwortung.

Die Straßen der Hauptstadt waren am Samstag leergefegt, und es waren Schüsse zu hören, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Hubschrauber schwirrten über die Hauptstadt hinweg, vor allem in der Gegend des internationalen Flughafens. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte in einem Sicherheitshinweis mit, der internationale Flughafen von Bamako sei derzeit geschlossen.

In Kati, einem Vorort der Hauptstadt, waren zahlreiche Schüsse zu hören. In Kati befindet sich die Residenz des Militärjunta-Chefs Assimi Goita. Bewohner des Vororts veröffentlichten Bilder in den Onlinenetzwerken, die ihre zerstörten Häuser zeigten. Von Kämpfen wurde neben Bamako und Kidal auch aus der nördlichen Stadt Gao und Sevare im Zentrum des Landes berichtet.

Mali wird seit vielen Jahren von massiver Gewalt erschüttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Militärs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben, auch sind kriminelle Banden in dem Land aktiv.

(V.Korablyov--DTZ)

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