Deutsche Tageszeitung - Nach befremdlicher Rede: AfD NRW schließt umstrittenes Mitglied Eichwald aus

Nach befremdlicher Rede: AfD NRW schließt umstrittenes Mitglied Eichwald aus


Nach befremdlicher Rede: AfD NRW schließt umstrittenes Mitglied Eichwald aus
Nach befremdlicher Rede: AfD NRW schließt umstrittenes Mitglied Eichwald aus / Foto: © AFP/Archiv

Das umstrittene AfD-Mitglied Alexander Eichwald ist aus seiner Partei ausgeschlossen worden. Wie die Pressestelle der Alternative für Deutschland in Nordrhein-Westfalen am Abend auf Anfrage mitteilte, fällte das Landesschiedsgericht der Partei am Samstag diese Entscheidung. Das Gremium bestätigte damit einen entsprechenden Beschluss des AfD-Landesvorstands. Eichwald stehe "der Weg zum Bundesschiedsgericht der AfD und anschließend der Weg zu einem ordentlichen Gericht offen", hieß es in der Mitteilung.

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Der Politiker war im Dezember durch eine befremdliche Rede bei der Gründungsveranstaltung der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland im hessischen Gießen aufgefallen. Der AfD-Kreisverband Herford hatte Eichwald daraufhin "mit sofortiger Wirkung zum Austritt aus der Partei" aufgefordert und ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.

Der aus dem ostwestfälischen Herford stammende Eichwald hatte sich bei der Gründungsveranstaltung der AfD-Nachwuchsorganisation für einen Vorstandsposten beworben. Seine Bewerbungsrede sorgte bei den Mitgliedern für Gelächter, aber auch für Missfallen und Buh-Rufe. Grund waren unter anderem sein finsteres Minenspiel während der Rede und sein auffälliges rollendes "R", das er auf seine Herkunft als Russlanddeutscher zurückführte.

Einige Mitglieder vermuteten während der Rede einen Satire-Auftritt. Auf eine entsprechende Frage eines Mitglieds sagte Eichwald aber, dass seine Kandidatur ernst gemeint sei. In Eichwalds Bewerbungsrede ging es unter anderem um Migrationspolitik sowie die deutsche Kultur und "unsere wertvolle Heimat". Der Herforder AfD-Kreisverband sprach damals von "NS-Rhetorik und NS-Wortschatz". Für dieses Verhalten gebe es "keine Toleranz".

(W.Uljanov--DTZ)

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